Wien (OTS) – „Wer den ORF abschaffen will, schadet der Demokratie.
Man muss nur
nach Ungarn und in die Slowakei schauen, um zu sehen, was passiert,
wenn öffentlich-rechtliche Medien wegfallen: Es geht immer auf Kosten
der Demokratie und einer seriösen öffentlichen Debatte. Ist der ORF
perfekt? Nein. Aber die Welt ohne ORF wäre keine bessere. Der ORF
bietet Dinge, die eine klare Mehrheit der Bevölkerung schätzt: vom
Kulturprogramm bis zu großen Sportveranstaltungen im Free-TV, die in
anderen Ländern längst hinter Bezahlschranken verschwunden sind. Und
zur FPÖ sage ich ganz klar: Wer ein Problem mit Steuergeld für Medien
hat, soll sich erst einmal erklären, warum FPÖ-TV 22,3 Millionen Euro
Parteienförderung kassiert. Eine einsame Spitze in der
österreichischen Parteienlandschaft“, betont der Generalsekretär der
Volkspartei, Nico Marchetti, in seiner aktuellen Parlamentsrede.
„Zu den aktuellen Vorkommnissen im ORF sage ich klar: Beides ist
aufklärungsbedürftig. Sowohl die Vorwürfe gegen den Generaldirektor
als auch die Art und Weise, wie diese vorgetragen wurden. Aber eines
lasse ich nicht zu: Dass jene, die dort Intrigen gesponnen haben,
jetzt als Helden einer großen ORF-Reform auftreten. Die aktuellen
Vorfälle haben mit der gesetzlichen Grundlage des ORF nichts zu tun.
Wir werden, so wie im Regierungsprogramm vereinbart, in Ruhe und
sachlich über die gesetzlichen Grundlagen des ORF diskutieren. Was
wir nicht brauchen, ist die FPÖ, die mit dem Schaum vor dem Mund über
den ORF herzieht und dabei vergisst, was dieser für die Demokratie
wert ist“, so Marchetti abschließend.