St. Pölten (OTS) – Fast genau ein Jahr nach der Präsentation des
umstrittenen
„Gesundheitspaktes“ ziehen die Grünen Niederösterreich eine
ernüchternde Bilanz: Statt konkreter Versorgungssicherheit liefert
die schwarz-blaue Landesregierung Chaos, Personalflucht und leere
Versprechungen. In der heutigen Aktuellen Stunde im Landtag und mit
der neu gestarteten Petition „Rettet unsere Gesundheit“ ( www.rettet-
unsere-gesundheit.at ) erhöhen Klubobfrau Helga Krismer und
Gesundheitssprecherin Silvia Moser den Druck auf die Regierung.
Silvia Moser: „Versorgungssicherheit ist kein Zufallsprodukt“
„Ein Jahr nach dem Beschluss wissen wir im Wesentlichen nur, wann
das ‚Aus‘ kommt – etwa für das Landesklinikum Gmünd oder das
Medizinische Zentrum Gänserndorf spätestens 2030″, kritisiert
Gesundheitssprecherin Silvia Moser. Besonders die Lage im Bezirk
Gänserndorf hält Silvia Moser für „völlig verantwortungslos“: Als
einer der bevölkerungsreichsten Bezirke des Landes droht er ohne jede
Akutversorgung dazustehen – die geplante Streichung der 24/7-
Notfallambulanz sei ein Schlag ins Gesicht der Bevölkerung.
Auch bei der Notfallversorgung insgesamt ortet Silvia Moser
blankes Chaos: „Elf Notarztstützpunkte sollen schließen, während neue
Berufsbilder wie der ‚diplomierte Notfallsanitäter‘ erfunden werden,
für die es in Österreich bis heute keine Ausbildung gibt. Es kennt
sich schlicht keiner mehr aus.“ Die Grünen fordern daher verbindliche
Zusagen für eine rasche, hochwertige Notfallversorgung bis 2040 – für
alle Niederösterreicher:innen, in allen Regionen des Landes.
Helga Krismer: „Therapie ohne Kommunikation ist zum Scheitern
verurteilt“
Klubobfrau Helga Krismer vergleicht das Vorgehen der
Landesregierung mit einer medizinischen Fehlbehandlung: „Schwarz-Blau
ist vor einem Jahr mit der Diagnose des „chronisch kranken
Gesundheitssystems“ angetreten und haben den Menschen die Therapie
nicht kommuniziert. Das Ergebnis nach zwölf Monaten: der
Finanzlandesrat hat das Handtuch geschmissen, Rücktritt des LGA-
Vorstands und wachsender Widerstand in den betroffenen Regionen.“
Besonders scharf kritisiert Helga Krismer die Doppelbödigkeit der
Regierungsparteien: „Die FPÖ plakatiert in Gmünd für den Erhalt des
Spitals – und stimmt in der Regierung für die Schließung. Das ist
politische Heuchelei auf dem Rücken der Bevölkerung.“ Für die Grünen
gilt: Neue Versorgungsangebote müssen stehen, bevor bestehende
wegfallen. „Die NiederösterreicherInnen haben das Recht, dass man
ihnen über die Transformation der Gesundheitsversorgung redet. Wir
wollen daher mit einer Petition die Gesundheitsversorgung retten.“
Petition „Rettet unsere Gesundheit“ – Jetzt unterschreiben
Die Grünen bündeln den wachsenden Widerstand aus den Regionen und
rufen zur Unterzeichnung der Petition auf. „Gesundheit betrifft alle.
Wer will, dass unser Gesundheitssystem wieder auf Kurs kommt, sollte
jetzt handeln“, so Helga Krismer und Silvia Moser.
www.rettet-unsere-gesundheit.at