LH-Stv. Pernkopf: Spritpreise dämpfen, Strompreise senken, Versorgung sichern

St. Pölten (OTS) – Nach einer Beratungsrunde mit Energieexpertinnen
und -Experten hält
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf fest: „Die Welt-Nachrichten sind
beherrscht von Kriegen und Teuerung. Davon kann sich Österreich
natürlich nicht abkapseln. Aber es ist unsere Verantwortung, die
richtigen Entscheidungen zu treffen, um die Versorgung sicher zu
halten und das Leben wieder leichter zu machen. Dabei kämpfe ich für
jede Entlastung.“ Dazu gibt er auch konkrete Ausblicke und Antworten:
„Die angekündigte Senkung der Stromtarife durch Versorger wie Verbund
und EVN kommt und hält, bei der EVN ist es in wenigen Tagen so weit.
Dafür haben wir uns eingesetzt und davon erwarte ich mir eine
deutliche Entlastung.“ Auch die Spritpreise spricht er an:
„Hunderttausende Menschen in Niederösterreich sind täglich aufs Auto
angewiesen. Gerade im ländlichen Raum schlagen sich steigende
Spritpreise daher umso stärker nieder. Die Umsetzung der von mir
geforderten Senkung der Treibstoffsteuern ist ein erster wichtiger
Schritt, weitere müssen folgen. Dabei muss jeder Spielraum genützt
und die Spritsteuern weiter gesenkt werden, wenn auch die
Rohstoffpreise weiter steigen,“ so Pernkopf.

Darüber hinaus fordert er eine europäische Reform des sogenannten
Merit Order System durch eine Entkoppelung vom Öl und Gas und eine
Überarbeitung des Österreichischen Netzinfrastrukturplans mit
verstärktem Einsatz von Stromspeichern, um die Netzkosten zu senken.
Pernkopf: „Gleichzeitig müssen wir die Energieunabhängigkeit weiter
konsequent erhöhen. Allein in dieser Regierungsperiode sind bereits
rund 180 neue Windräder einstimmig genehmigt und die Energieziele
erhöht worden. Hatten wir in Niederösterreich im Jahr 2020 noch
60.000 PV-Anlagen, so stehen wir heute bereits bei 160.000
Sonnenstrom-Anlagen. Im gleichen Zeitraum sind die Ölkessel von
100.000 auf nunmehr 50.000 halbiert worden.“

E-Control-Vorstand Alfons Haber gibt einen Einblick in die
aktuelle Lage beim Gas: „Die Versorgung ist gesichert, da Österreich
ausreichend vorgesorgt und eingespeichert hat, im Moment sind die
Gasspeicher in Österreich mit rund 35 Terawattstunden befüllt. Zudem
sind die Gasflüsse, die hauptsächlich über Deutschland und Italien
kommen, stabil.“ Mit rund zehn Prozent des gesamten in der EU
gespeicherten Erdgases hat Österreich eine besonders hohe
Speicherkapazität und auch wesentlich höhere Speichermengen als im
europäischen Schnitt. Zudem gibt er bekannt: „Über die Straße von
Hormus werden rund 20 Prozent des globalen LNG-Bedarfs transportiert,
davon gehen wiederrum 80 Prozent nach Asien. Nur ein kleiner Anteil
wird nach Europa verschifft, das bedeutet wir haben in der momentanen
Situation kein unmittelbares Mengen-, sondern ein Preisproblem, auf
das reagiert werden muss.“

Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und
Umweltagentur, gibt einen Einblick in die Energieberatung: „Wir haben
in den letzten Wochen und Monaten verstärkte Anfragen und Beratungen,
statistisch gesehen waren wir in den letzten Jahren bereits in jedem
zweiten Haushalt Niederösterreichs. Thema Nummer eins ist dabei
natürlich die Erhöhung der Energieeffizienz und damit das
Kostenthema. Beim Ausbau der Erneuerbaren Energie und damit beim
Abbau der Energieabhängigkeit ist in den letzten Jahren viel
weitergegangen. Und wir sehen auch, dass diese Energieformen nicht
nur preisstabiler, sondern auch wesentlich sicherer sind als Öl und
Gas aus Russland oder dem arabischen Raum.“

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv.
Dr. Stephan Pernkopf, Tel.: +43 2742 9005 – 12704, Mobil: +43 676 812
15283, E-Mail: [email protected]