Der WKÖ-Fachverband Bergbau-Stahl trauert um Alfred Zechling

Wien (OTS) – Der Fachverband Bergbau-Stahl in der Wirtschaftskammer
Österreich (
WKÖ) nimmt mit großer Betroffenheit Abschied von MR Dipl.-Ing. Mag.
iur. Alfred Zechling, der am 18. März 2026 im 70. Lebensjahr
verstorben ist. „Mit Alfred Zechling verliert die österreichische
Rohstoff- und Bergbauindustrie eine Persönlichkeit, die über
Jahrzehnte hinweg die Entwicklung des Sektors mit fachlicher Tiefe,
Haltung und Weitblick begleitet hat“, würdigt Andreas Henckel-
Donnersmarck, Obmann des Fachverbands Bergbau-Stahl, Zechling. In
dessen Tätigkeit im bergbehördlichen Dienst, zuletzt als
stellvertretender Leiter der Montanbehörde Süd, verband er
technisches Verständnis, juristische Präzision und ein ausgeprägtes
Verantwortungsbewusstsein für die nachhaltige Sicherung heimischer
Rohstoffe.

Der WKÖ-Fachverband Bergbau-Stahl war ihm über viele Jahre hinweg
eng verbunden – geprägt von gegenseitigem Respekt, hoher
Professionalität und einem gemeinsamen Verständnis für die
strategische Bedeutung der Branche. Sein Rat, seine Expertise und
seine Verlässlichkeit machten ihn zu einem geschätzten Partner und
Wegbegleiter. „Mit Alfred Zechling verliert die Branche einen
überzeugenden Vertreter ihrer Anliegen, einen verlässlichen Partner
und einen Menschen, der die Verbindung von Tradition und Zukunft in
besonderer Weise gelebt hat“, verabschieden sich Obmann Andreas
Henckel-Donnersmarck und Roman Stiftner, Geschäftsführer des
Fachverbands Bergbau-Stahl, von Alfred Zechling.

„Alfred Zechling hat früh erkannt, was heute im Zentrum der
europäischen Industriepolitik steht: Ohne Rohstoffe gibt es keine
Transformation, keine Innovation und keine industrielle Zukunft. Er
hat dieses Bewusstsein mit Klarheit, Haltung und persönlichem Einsatz
vertreten“, hob Fachverbandsgeschäftsführer Roman Stiftner hervor.

Lange bevor Versorgungssicherheit, Resilienz und strategische
Autonomie breite politische Aufmerksamkeit erhielten, betonte der nun
Verstorbene die zentrale Rolle des Bergbaus für Wertschöpfung,
Innovation und Wohlstand. Dieses Verständnis lebte er nicht nur in
seiner beruflichen Funktion, sondern auch als engagierter
Unterstützer der österreichischen Bergbauindustrie, deren Anliegen er
mit Nachdruck, Sachlichkeit und persönlicher Überzeugungskraft
vertrat.

Ein besonderes Anliegen war Zechling die Verbindung von
montanistischer Tradition und zeitgemäßer Industriepolitik. Sichtbar
wurde dies unter anderem beim Leobener Bergmannstag 2012, der im
Rahmen der Großveranstaltung von EUMICON (European Mineral Resources
Confederation) stattfand. Die von ihm maßgeblich mitgestaltete
Bergparade stand exemplarisch für sein Wirken: das Bewahren
bergmännischer Identität als Fundament für eine zukunftsorientierte
Rohstoffpolitik. Für Zechling war Tradition kein Selbstzweck, sondern
Ausdruck eines Bewusstseins, das die gesellschaftliche Bedeutung von
Rohstoffen über Generationen hinweg sichtbar macht.

Großes Gewicht legte er zudem auf die Förderung junger Menschen.
Die Ausbildung und Entwicklung von Nachwuchskräften verstand er als
zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts
Österreich. Mit seinem Einsatz trug er dazu bei, Interesse für
technische Berufe zu wecken und die nächste Generation für die
Herausforderungen einer zunehmend komplexen Rohstoff- und
Industriewelt zu gewinnen.