Wien (OTS) – Mit dem Start des neuen COMET-Calls 2026 setzen
Wirtschaftsminister
Wolfgang Hattmannsdorfer und Innovations- und Infrastrukturminister
Peter Hanke einen weiteren zentralen Umsetzungsschritt der
Industriestrategie 2035. Rund 22 Millionen Euro an Bundesmitteln –
ergänzt durch Mittel der Länder – fließen gezielt in kooperative
Spitzenforschung entlang der Schlüsseltechnologien und Stärkefelder
und stärken damit den Innovations- und Wirtschaftsstandort
Österreich.
Ziel ist es, Forschung konsequent in marktfähige Anwendungen zu
überführen und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und
Wirtschaft weiter zu vertiefen. COMET zählt zu den wichtigsten
Programmen für den Technologietransfer in Österreich und begleitet
Innovation entlang des gesamten Innovationszyklus – von der Idee bis
zur wirtschaftlichen Umsetzung.
„Österreich gehört bei den Forschungsausgaben zur europäischen
Spitze – aber wir müssen besser werden, wenn es um die Umsetzung
geht. Genau hier setzen wir an. Mit dem neuen COMET-Call bringen wir
Forschung dorthin, wo sie Wirkung entfaltet: in die Betriebe, in die
Produktion und damit direkt in Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Wir
gehen weg vom Gießkannenprinzip und investieren gezielt in jene
Schlüsseltechnologien, die über unsere wirtschaftliche Zukunft
entscheiden“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
„Exzellente Forschung entsteht im Zusammenspiel von Wissenschaft
und Wirtschaft. COMET schafft genau diese Partnerschaften und
ermöglicht es, innovative Ideen rasch in konkrete Anwendungen zu
überführen. Mit diesem Call stärken wir bestehende Kompetenzzentren,
ermöglichen neue Kooperationen und schaffen die Basis für
technologische Durchbrüche mit direktem Nutzen für Unternehmen und
Gesellschaft“, so Innovationsminister Peter Hanke.
„COMET steht für Forschung mit Wirkung. Die neuen Projekte und
Module greifen gezielt Schlüsseltechnologien auf und verbinden
wissenschaftliche Exzellenz mit konkretem Nutzen für Wirtschaft und
Gesellschaft. Damit entwickeln wir die Ökosysteme rund um diese
Zukunftstechnologien aktiv weiter und stärken den
Innovationsstandort“, sagen die Geschäftsführerinnen der
Forschungsförderungsgesellschaft FFG Henrietta Egerth und Karin
Tausz.
Gezielter Fokus auf Schlüsseltechnologien
Der COMET-Call ist thematisch offen, richtet sich jedoch klar an
den Schlüsseltechnologien der Industriestrategie 2035 aus – darunter
Künstliche Intelligenz, Life Sciences, Energie- und
Umwelttechnologien oder Advanced Materials. Projektvorhaben müssen
sich prioritär einer dieser Technologien zuordnen, können aber auch
mehrere Bereiche verbinden.
Damit wird ein klarer industriepolitischer Schwerpunkt gesetzt:
Fördermittel werden gezielt dort eingesetzt, wo sie den größten Hebel
für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung entfalten.
Durch diese Fokussierung werden zusätzliche Mittel gezielt in
jene Bereiche gelenkt, in denen noch großes Entwicklungspotenzial
besteht und neue Innovationsimpulse gesetzt werden können.
Über den COMET-Call 2026 im Detail
Mit dem COMET-Call 2026 werden zwei zentrale Programmlinien
ausgeschrieben:
COMET-Projekte (Einstieg in das Programm)
– Förderung kooperativer Forschungsprogramme mit klarem Mehrwert für
Unternehmen und Wissenschaft
– Laufzeit: 3 bis 4 Jahre
– Förderquote: rund 45 %
– Konsortien aus mindestens einer Forschungseinrichtung und drei
Unternehmen
– Ziel: Entwicklung verwertbarer Produkte, Prozesse und
Dienstleistungen mit Marktnähe
COMET-Module (für bestehende Zentren)
– Förderung besonders risikoreicher Forschung „beyond state of the
art“
– Laufzeit: 4 Jahre
– Förderquote: bis zu 80 %
– Aufbauend auf bestehenden COMET-Zentren in Kooperation mit
Wissenschaft und Wirtschaft
– Ziel: Erschließung neuer technologischer Felder und langfristige
Stärkung des Forschungsstandorts
Die Ausschreibungen starten ab sofort und laufen bis 13. Oktober
2026. Erste Projektstarts sind ab 2027 vorgesehen.
Starker Hebel für den Standort Österreich
COMET-Kompetenzzentren zählen zu den zentralen Säulen der
österreichischen Forschungsförderung. Aktuell umfasst das Netzwerk 23
Zentren, 17 Module und 15 Projekte. Sie bündeln wissenschaftliche
Exzellenz mit unternehmerischem Know-how und leisten einen
wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neuer Technologien, zur
Ausbildung von Fachkräften und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
heimischer Unternehmen.
Mit dem neuen Call wird dieser Weg konsequent fortgesetzt: mehr
Fokus, mehr Umsetzung und mehr Wirkung für den Wirtschaftsstandort
Österreich.