St. Pölten (OTS) – Am heutigen Montag fand der Spatenstich für den
Europacampus Hainburg
gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, LH-Stellvertreter
Stephan Pernkopf, Bürgermeister Johannes Gumprecht, dem Rektor der
Technischen Universität Wien Jens Schneider, dem Geschäftsführer der
University of Applied Sciences St. Pölten Hannes Raffaseder sowie
Eduard Halmschlager als Grundeigentümer und Projektentwickler statt.
Der Europacampus wird in den nächsten zwei Jahren errichtet und soll
im Sommer 2028 eröffnet werden.
„Heute ist ein ganz wichtiger Tag, an dem man spürt: Hier in
Hainburg entsteht etwas ganz Großes. Etwas mit Strahlkraft weit über
Niederösterreich hinaus“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
eingangs bei einer Pressekonferenz im Anschluss an den Spatenstich.
Mit dem Spatenstich lege man nicht nur den Grundstein für ein
Gebäude, sondern für einen neuen Wissensstandort, für neue Chancen
und für eine starke Zukunft dieser Region und Niederösterreichs. „Der
Europacampus Hainburg wird ein Ort sein, an dem aus Ideen konkrete
Lösungen der Zukunft werden“, führte sie weiter aus und sprach davon,
dass dieser „Campus ein ganz zentrales Projekt ist, das im Einklang
mit unserer Wirtschaftsstrategie 2030+ und unserer Hochschulstrategie
2030+ steht. Dieses Projekt unterstreicht unseren Anspruch:
Niederösterreich zu einem der innovativsten und forschungsstärksten
Standorte Europas zu machen.“
Am Europacampus werde künftig an zentralen Zukunftsthemen
geforscht sowie an grünen Technologien und intelligenten Regionen
gearbeitet. Das Ziel sei laut der Landeshauptfrau klar: „In Hainburg
werden neue Technologien erarbeitet, die echte Probleme lösen – zum
Wohle der Gesellschaft. Kurzum: Hier wird nicht über die Zukunft
geredet, hier wird die Zukunft entwickelt.“ Baustart für den
Europacampus ist im Juni 2026, die Fertigstellung ist für Sommer 2028
anberaumt. „Ein sehr ambitioniertes Ziel. Es werden rund 90 bis 100
Millionen Euro in den Bau investiert, getragen von privaten
Investoren. Das Land Niederösterreich investiert 19 Millionen Euro in
die Ausstattung der Forschungslabore und wird für den laufenden
Betrieb finanzielle Mittel zur Verfügung stellen“, so Mikl-Leitner.
Künftig werden hier rund 480 Studierende ausgebildet, und es
entstehen rund 200 Arbeitsplätze in der Forschung. „Für die Region
bedeutet dieser Campus mehr Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung und
mehr Wohlstand. Ein Leuchtturmprojekt“, sagte sie und ergänzte, dass
sie besonders stolz auf die Zusammenarbeit mit der Technischen
Universität Wien und der University of Applied Sciences St. Pölten
sei, die dem Campus durch ihre europäischen Allianzen eine
europäische Dimension geben. „Dadurch wird dieser Campus seinem Namen
Europacampus gerecht“, erklärte die Landeshauptfrau.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf unterstrich, dass
„Wissenschaft und Forschung das Leben der Menschen in
Niederösterreich besser machen sollen. Das leisten unsere
Fachhochschulen und Bildungseinrichtungen bereits jetzt. Hier in
Hainburg entsteht eine weitere Bildungs- und Forschungswerkstatt, die
für die Zukunft unseres Landes ganz wichtig ist.“ Es brauche diese
Werkstätten, um Talente anzuziehen und Wissen zu generieren. „Wir
versuchen, die beste Infrastruktur zu schaffen, und schaffen ein
Umfeld, in dem Zukunft entstehen kann. Es geht nicht nur um abstrakte
Wissenschaft, sondern darum, sie im Alltag umsetzen zu können“, sagte
er und ergänzte: „Wir wollen hier am Europacampus ein Zentrum
schaffen, das über die Region hinausstrahlt. Gerade in der Forschung
und Wissenschaft gilt: Je besser und intensiver die Zusammenarbeit
ist, desto besser werden die Ergebnisse. Die Zukunft soll man nicht
voraussehen wollen, sondern möglich machen. Das soll der Europacampus
leisten.“
Der Europacampus Hainburg steht für eine neue Dimension der
Zusammenarbeit von Universitäten, Fachhochschulen und
Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, einen international
ausgerichteten Bildungs- und Forschungsstandort mit Schwerpunkt auf
Zukunftsthemen wie Green Technologies, nachhaltige Innovationen und
angewandte Wissenschaft zu schaffen. Jens Schneider, Rektor der
Technischen Universität Wien, führte aus: „Der Europacampus Hainburg
steht – wie die TU Wien – für die Verbindung von wissenschaftlicher
Exzellenz und gesellschaftlicher Wirkung. Er schafft ein Umfeld, in
dem Erkenntnisse aus der Forschung gezielt in innovative Anwendungen
überführt werden – im engen Austausch mit Partnern aus Wissenschaft,
Wirtschaft und Gesellschaft und über nationale Grenzen hinweg. Seine
starke europäische Vernetzung eröffnet neue Horizonte und macht den
Campus zu einem Ausgangspunkt zukunftsweisender Entwicklungen für
Europa.“
USTP FH-Prof. Hannes Raffaseder meinte: „Der Europacampus
Hainburg bietet die einmalige Chance für die Etablierung eines
beispielgebenden Hubs für bestausgebildete Talente, kreative Ideen
und zukunftsweisende Lösungen für drängende Probleme unserer Zeit.
Aus der überaus erfolgreichen Weiterentwicklung und der guten
Positionierung als Koordinatorin der European University E³UDRES²
bringt die USTP – University of Applied Sciences wichtige Erfahrungen
für die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Etablierung innovativer
Lehr- und Lernszenarien, die Vermittlung relevanter
Zukunftskompetenzen, die enge Verzahnung von Aus- und Weiterbildung,
angewandter Forschung und Wissenstransfer sowie die Zusammenarbeit
mit Wirtschaft und Gesellschaft ein. Gemeinsam mit allen Partnern
wollen wir den Europacampus Hainburg zu einem beispielgebenden
Leuchtturm für die Universität der Zukunft machen, der die
grenzüberschreitende Region nach dem Motto ‚Local Pulse, Global
Waves!‘ maßgeblich prägen und zugleich weit darüber hinaus
ausstrahlen wird.“
Bürgermeister Johannes Gumprecht unterstrich, dass „wir mit dem
heutigen Spatenstich die Geschichte unseres Ortes nicht nur
fortschreiben, sondern ein neues Kapitel aufschlagen. Wir schaffen
einen Zukunftsmotor, der über die Grenzen Hainburgs hinausstrahlt.
Bei uns in Hainburg entstehen die Lösungen für die Fragen von
morgen.“ Abschließend bedankte er sich bei allen am Projekt
Beteiligten für die „tolle Zusammenarbeit – wir stehen voll und ganz
hinter dem Projekt und freuen uns, die ersten Studierenden hier in
Hainburg begrüßen zu dürfen.“
Projektentwickler Eduard Halmschlager sagte, er schaue „nur mehr
in die Zukunft“, und er freue sich riesig auf den Europacampus, der
auf dem Areal der ehemaligen Marc-Aurel-Kaserne entsteht: „Wir werden
unser Bestes geben, damit wir das Projekt so rasch wie möglich
umsetzen.“ Insgesamt entsteht ein innovativer Campus, der
Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft eng miteinander vernetzt
und neue Impulse für die gesamte Region liefert. Die geplante
Entwicklung des Campus Hainburg durch Nachverdichtung und Erweiterung
sowie Bildungs- und Wohnbebauungen in einer nachhaltigen
Nutzungsmischung ist eine positive Entwicklung für die Stadt
Hainburg.