Wien (OTS) – Der Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis für
exzellente
Berichterstattung im Bereich der Inklusion in den Kategorien
Printmedien, Fernsehen, Radio sowie digitale Medien/Podcast wurde am
Freitag, dem 20. März 2026, zum fünften Mal verliehen. Ausgezeichnet
wurden Beiträge, die Inklusion in einen gesamtgesellschaftlichen
Kontext einbetten. Diese haben eines gemeinsam: Mit journalistischer
Tiefe, mit Feingefühl und mit einem echten Interesse an den
Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderungen beleuchten sie
Themen, die viel zu oft im Verborgenen bleiben. Und sie zeigen auf,
dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist.
Die Jury vergab die Preise in der Kategorie Printmedien an
Franziska Pröll für den Artikel „Wie viel Inklusion passt in ein
Gymnasium?“ (FAZ); in der Kategorie Radio an das Ö1-„Radiokolleg“ (
Redaktionsteam: Christoph Dirnbacher, Lara Egger, Melissa Felsinger,
Cornelia Hehn, Sandra Knopp, Michael Kola, Anna Celine Mark,
Katharina Müllebner, Katharina Reiner, Dominic Schmid, Udo Seelhofer,
Lisa Steiner, Marietta Trendl, Helen Zangerle) mit der Sendereihe „In
Eigenregie leben“ (Ö1); in der Kategorie Fernsehen an Mareike Müller
mit dem Beitrag „Wir wollen mehr – Arbeit ohne Barrieren“ (ARD); in
der Kategorie Digitale Medien/Podcast an Janina Bauer, Marc
Engelhardt und Hanna Fröhlich mit dem Beitrag „Achtung Barriere!
Stadt als Gefahrenzone“ (CORRECTIV.Schweiz).
Zusätzlich wurden Anerkennungspreise in allen Kategorien
ausgesprochen: Jana Petersen „Meine Demo im Liegen“ (wochentaz),
Georg Pöchhacker „Sport ohne Hürden: Wie barrierefreie Bewegung für
Kinder und Jugendliche gefördert werden kann“ (Ö1), Anna Celine Mark
„Inklusive Medizin: Gesundheits-Behandlungen ohne Hindernisse“ (ORF
Topos), Patricia Pantel „Kakadu Kinderpodcast ‚Wozu brauchen wir
Mut‘“ (Deutschlandfunk Kultur), Birthe Franke „Stark machen für
Inklusion“ (ZDF).
Der Preis wurde vom Verein LICHT INS DUNKEL nach einer Idee der
ORF-Redakteurin Mag. Čedomira Schlapper ins Leben gerufen. Er soll
die großen Leistungen von Herbert Pichler, dem im April 2021 bei
einem tragischen Unglück verstorbenen früheren Präsidenten des
Österreichischen Behindertenrates, würdigen und die Aufmerksamkeit
für das Thema Inklusion erhöhen.
Ingrid Thurnher, interimistische ORF-Generaldirektorin: „Der
Herbert-Pichler-Inklusions-Medienpreis setzt seit 2021 ein wichtiges
Zeichen für inklusiven Journalismus. Inklusion und Barrierefreiheit
sind für den ORF zentrale Werte, um im Sinne eines ,ORF für alle‘
Menschen in ihrer Vielfalt zu erreichen und den inklusiven Gedanken
in unserer Gesellschaft zu stärken. Der Herbert-Pichler-Inklusions-
Medienpreis ist eine wichtige Anerkennung für Kolleginnen und
Kollegen, die mit ihrer Arbeit zeigen: Inklusion ist kein Randthema,
sondern gehört in die Mitte unserer Berichterstattung und unserer
Gesellschaft. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und
Preisträgern.“
Lisa Zuckerstätter, Leiterin ORF-Humanitarian Broadcasting: „Die
Gewinnerinnen und Gewinner zeigen auf besonders eindrucksvolle Weise,
wie wichtig journalistische Arbeit ist, die Barrieren abbaut und
Menschen in all ihrer Vielfalt sichtbar macht. Inklusion ist kein
Zusatz, sondern ein zentraler Auftrag verantwortungsvoller
Berichterstattung. Die geehrten Beiträge beweisen, wie wesentlich es
ist, Geschichten aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen, denn
nur so entsteht ein gesellschaftliches Klima, in dem Respekt,
Teilhabe und echtes Miteinander gelebt werden können.“
Mag.a Ines Stilling, Präsidentin des Vereins LICHT INS DUNKEL:
„Mit dem Herbert Pichler-Inklusions-Medienpreis möchten wir als
Verein LICHT INS DUNKEL Inklusion sichtbarer und hörbarer machen. Der
Preis würdigt Beiträge, die in jeder Hinsicht beispielgebend für
Inklusion sind und so dazu motivieren, aufeinander zuzugehen und
einander zu verstehen. Der Wandel hin zu einer inklusiveren
Gesellschaft braucht viele Akteurinnen und Akteure, die sich dafür
stark machen. Journalistinnen und Journalisten spielen dabei eine
wichtige Rolle, denn sie erreichen über ihre Medien eine breite
Öffentlichkeit und wirken so bewusstseinsbildend.“
Über die Preise entschied die Jury bestehend aus Mag.a Dr.in
Gabriele Falböck (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft /
Medien und digitale Technologien / Uni Wien, FH St. Pölten), Ao.
Univ. Prof. i.R. Dr. Fritz Hausjell (Publizistik- und
Kommunikationswissenschaft / Uni Wien), Mag.a Barbara Krenn (
Hauptabteilungsleiterin Religion und Ethik multimedial / ORF), Martin
Ladstätter, M.A. (Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats)
, Ivana Veznikova M.Sc. (Moderatorin der Sendereihe
„Perspektivenwechsel“ / Okto TV) und Univ. Prof. Dr. Germain Weber (
Vorstand LICHT INS DUNKEL, Fakultät für Psychologie / Uni Wien)