Wien (OTS) – Die Spritpreisbremse der Bundesregierung wird von der
Transportwirtschaft positiv aufgenommen und als erster Schritt
begrüßt. „Damit handelt die Regierung schnell und auch richtig.
Unsere Experten haben Mehrkosten von rund 11.400 EUR je LKW im Jahr
berechnet, durch die Maßnahme der Regierung sinkt die Mehrbelastung
auf rund 9.000 EUR je LKW, sie bleibt also noch immer schmerzhaft
hoch. Daher kann die Steuerentlastung beim Spritpreis nur ein erster
Schritt sein. Wir bleiben bei unserer Forderung, dass der CO2-Preis –
zeitlich befristet – ausgesetzt werden muss, nur so kann eine
folgenreiche Kostenlawine verhindert werden“, so der Obmann des
Fachverbandes der Güterbeförderer in der Wirtschaftskammer
Österreich, Markus Fischer, in einer ersten Reaktion.
Die Berechnung basiert auf einer durchschnittlichen Laufleistung
eines LKWs von rund 100.000 Kilometer pro Jahr. Seit Jahresbeginn ist
der Dieselpreis um rund 0,38 EUR netto je Liter gestiegen. Dies
bedeutet beim Durchschnittsverbrauch von 30 Liter je 100 Kilometer,
dass die Mehrkosten auf 11.400 EUR pro LKW steigen. Die geplante
Absenkung der Bundesregierung bringt eine Entlastung von etwa 2.500
EUR je LKW, die durchschnittlichen Mehrkosten betragen daher immer
noch 8.900 EUR. Diese Berechnungen haben zur Annahme, dass der
Dieselpreis auf dem gegenwärtigen Niveau verbleibt.
„Unsere Transportunternehmen stehen landesweit unter Druck. Die
Rahmenbedingungen sind hart, die Kostensteigerungen in den Bereichen
Maut, Personal und Energie verunmöglichen es vielen Betrieben,
positiv zu wirtschaften. Es wird zu oft vergessen, dass jede
Kostensteigerung beim Transport am Ende immer bei allen
Konsumentinnen und Konsumenten landet, daher sind Steuerentlastungen
zur Absenkung der Logistikkosten immer ein Dienst an der
Allgemeinheit und ein wirksames Mittel zur Inflationsbekämpfung“,
verweist Fischer auf die umfangreichen Folgen hoher Spritpreise. (
PWK101/DFS)