Wien (OTS) – Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der
E-Wirtschaft,
begrüßt das klare Bekenntnis der Bundesregierung zum europäischen
Strommarktdesign und zum Emissionshandelssystem (ETS). Die Branche
unterstützt grundsätzlich alle Maßnahmen, die einen Beitrag zur
Transparenz im Stromsystem leisten und potenziell preisdämpfend
wirken können – vorausgesetzt, sie gefährden weder die
Versorgungssicherheit noch den notwendigen Ausbau erneuerbarer
Energien.
Die österreichische E-Wirtschaft begrüßt den heutigen Vorstoß
einer detaillierten Bewertung des Zusammenspiels von CO₂-Preis und
Strommarkt von Staatssekretärin Elisabeth Zehetner im Zuge des EU-
Energieministerrats. Das klare Bekenntnis zum bestehenden
europäischen Marktsystem und zum Emissionshandel (ETS) bewertet
Oesterreichs Energie durchwegs positiv. Weitere Details sind
allerdings noch ausständig.
Klares Signal für Investitionssicherheit
„Dass sowohl der europäische Strommarkt als auch der Emissionshandel
ausdrücklich außer Streit gestellt werden, sind wichtige Signale für
Stabilität und Investitionssicherheit im Energiesystem“, sagt Barbara
Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie. Grundsätzlich
unterstützt die E-Wirtschaft alle Maßnahmen, die mehr Transparenz im
Stromsystem schaffen und einen Beitrag zur Dämpfung der Strompreise
leisten, eine genauere Beurteilung des Vorstoßes erfordert allerdings
konkretere Informationen zur Ausgestaltung.
„Die Voraussetzung für eine sachlich fundierte Diskussion auf
europäischer Ebene ist größtmögliche Transparenz darüber, welche
Technologien wann den Strompreis bestimmen und wie sich einzelne
Kostenbestandteile zusammensetzen“, so Schmidt.
Mehr Erneuerbare senken Preise
Gleichzeitig bleiben der konsequente Ausbau der erneuerbaren
Stromerzeugung sowie der Netze und Speicher die zentralen Hebel, um
strukturelle Preistreiber im Stromsystem langfristig zu reduzieren.
„Der Schlüssel zu dauerhaft wettbewerbsfähigen Strompreisen liegt im
konsequenten Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung sowie in
leistungsfähigen Netzen und ausreichend Speichern“, betont Schmidt.
Damit der Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung im notwendigen
Tempo erfolgen kann, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen. Die
Bundesregierung ist gefordert, die im Erneuerbaren-Ausbau-
Beschleunigungsgesetz (EABG) vorgesehenen Ausbauziele konsequent zu
unterstützen – etwa durch die Bereitstellung der dafür erforderlichen
Flächen, beschleunigte Genehmigungsverfahren und Maßnahmen zur
Stärkung der öffentlichen Akzeptanz für neue Energieinfrastruktur.