Wien (OTS) – Eine aktuelle Umfrage der Schülerunion Österreich zeigt,
dass zwei
Drittel der Schülerinnen und Schüler sich nicht ausreichend auf die
Zukunft vorbereitet fühlen. Gleichzeitig sind die aktuellen Zahlen zu
den Deutschkenntnissen in Wiener Schulen alarmierend.
JVP-Generalsekretär Toni Grünsteidl dazu: „Wenn die Hälfte der
Schulanfängerinnen und Schulanfänger in Wien nicht ausreichend
Deutsch sprechen können, um dem Unterricht zu folgen, muss gehandelt
werden. Die Einführung einer verpflichtenden Sommerschule für alle,
die ihr Deutsch noch verbessern müssen, war dafür ein erster
richtiger Schritt.“
Gleichzeitig brauche es weitere Maßnahmen, um die Qualität des
Bildungssystems langfristig zu sichern. „Neben der Einführung einer
verpflichtenden Bildungs- und Berufsorientierung, bei der persönliche
Fähigkeiten und Talente hervorgehoben werden sollen, braucht es
ebenso eine mittlere Reifeprüfung, um die Sicherheit zu erhöhen, dass
Schülerinnen und Schüler eine Bildungseinrichtung nicht ohne die
notwendigen Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen
verlassen“, so Grünsteidl.
Gerade deshalb sei es wichtig, frühzeitig anzusetzen und
Leistungsdefizite konsequent aufzuarbeiten. „Unser Ziel muss sein,
dass jede und jeder nach der Pflichtschule die grundlegenden
Fähigkeiten besitzt, um eine Ausbildung zu beginnen, einen Beruf zu
erlernen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Es geht um nichts
anderes als die Zukunft junger Menschen“, betont Grünsteidl
abschließend.