Wien (OTS) – Um “der aktuellen Diskussion zu Preissteigerungen bei
Treibstoffen
Rechnung” zu tragen, hat die Bundesregierung eine Änderung der
Spritpreisverordnung vorgeschlagen. Demnach sollen Tankstellen ab
kommendem Montag nur mehr dreimal pro Woche die Preise für Benzin und
Diesel erhöhen dürfen. ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin
Grasslober: „Wir sehen in diesem Vorschlag kein Potenzial für eine
unmittelbare und nachhaltige Entlastung. Auf eine Maßnahme, die
offensichtlich nur zur Beruhigung der öffentlichen Diskussion dient,
kann man somit getrost verzichten.“
Zwtl.: Club befürchtet stärkere Preissteigerungen und trägere –
senkungen
Der Mobilitätsclub befürchtet, dass es an den vorgeschlagenen
Wochentagen zu stärkeren Preissteigerungen kommen könnte, die über
die folgenden 48 Stunden gemächlicher abgebaut werden. Am günstigsten
würde man voraussichtlich montags, mittwochs und freitags, jeweils am
Vormittag und vor den geplanten Erhöhungszeitpunkten, tanken können.
„Sollte die Bundesregierung bei diesem Vorschlag bleiben, fordern wir
ein laufendes Monitoring, um rasch auf Fehlentwicklungen reagieren zu
können“, stellt Grasslober klar.
In Anbetracht des voraussichtlich fehlenden Potenzials zur
Reduktion der Kostenbelastung für die Konsument:innen begrüßt der
ÖAMTC jedenfalls die zeitliche Befristung der neuen Verordnung. Zur
raschen und spürbaren Entlastung plädiert der Mobilitätsclub aber
nach wie vor für die Senkung von Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe.
Auch eine Deckelung der Gewinnmargen beteiligter Unternehmen wäre für
den ÖAMTC ein gangbarer Weg, sofern die Versorgungssicherheit
sichergestellt ist.