St. Pölten (OTS) – Seit Kurzem läuft erfolgreich das Pilotprojekt
„Erfahrung trifft
Zukunft – Wissensweitergabe durch pensionierte Pflegeexpertinnen und
-experten“. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen strukturiert
und praxisnah in den Stationsalltag integriert werden. Dabei wird das
Erfahrungswissen langjähriger Pflegekräfte gezielt einbezogen. Im
Landesklinikum Baden-Mödling wurde am Standort Baden auf der Station
C3A die erste Runde des Pilotprojekts „Erfahrung trifft Zukunft“
erfolgreich abgeschlossen. Eine pensionierte Kollegin hat dabei in
regelmäßigen Abständen über einen Zeitraum von drei Monaten neue
Kolleginnen und Kollegen eingeschult. Ziel der Begleitung war eine
direkte Unterstützung im Stationsalltag sowie die Verknüpfung von
theoretischem Wissen mit den praktischen Anforderungen des
Pflegeberufs.
Landesrat Anton Kasser betont dazu: „Die Sicherung von
qualifiziertem Personal ist eine der zentralen Herausforderungen im
Gesundheits- und Pflegebereich. Projekte wie ‚Erfahrung trifft
Zukunft‘ zeigen, wie wir vorhandenes Wissen gezielt nutzen können, um
neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen.
Der strukturierte Wissenstransfer zwischen erfahrenen Pflegekräften
und neuen Kolleginnen und Kollegen ist ein wichtiger Baustein unserer
Personalstrategie und stärkt gleichzeitig die Qualität der
Versorgung.“
Nach dem generationsübergreifenden Wissenstransfer sind die neuen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dank der intensiven Einschulung in
der Lage, ihre Arbeitsbereiche eigenständig zu organisieren sowie
ihre Aufgaben sicher, strukturiert und verantwortungsbewusst zu
erfüllen. In den kommenden Monaten soll der Schwerpunkt auf die
weitere Vertiefung zentraler Programme und Computersysteme sowie auf
die Stärkung der professionellen Kommunikation mit Patientinnen,
Patienten und Angehörigen gelegt werden. Durch eine bewusst geplante
Diensteinteilung gemeinsam mit erfahrenen Teammitgliedern werden
pflegerische Kompetenzen systematisch weitergegeben. Die direkte
Begleitung im Arbeitsalltag – inklusive zeitnaher fachlicher
Unterstützung und der Verbindung von Theorie und Praxis – wurde auch
von den neuen Kolleginnen und Kollegen sehr positiv bewertet.
„Die strukturierte Begleitung über mehrere Monate hat unseren
neuen Kolleginnen und Kollegen Sicherheit gegeben und das Miteinander
auf der Station spürbar gestärkt. Der kontinuierliche Austausch hat
nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch unsere Teamkultur positiv
weiterentwickelt“, erklären die aktuelle Stationsleiterin Petra Rebol
und die pensionierte Kollegin Susanne Berger, die tageweise die
Einschulungen durchführte. „Dieses Pilotprojekt zeigt eindrucksvoll,
wie wertvoll die Erfahrung unserer pensionierten Pflegeexpertinnen
für die nächste Generation ist. Wir investieren damit gezielt in
Qualität, Nachhaltigkeit und Mitarbeiterbindung – und stärken
gleichzeitig unser gesamtes Team“, freut sich Pflegedirektorin Petra
Augustin über die erfolgreiche Rückmeldung.
Auf Basis der positiven Evaluationsergebnisse wird eine
Fortführung des Projekts über die Pilotphase hinaus ausdrücklich
empfohlen. Dabei ist vorgesehen, das Projekt dauerhaft zu
implementieren. Zudem sollen verbindliche organisatorische und
personelle Rahmenbedingungen geschaffen werden. Darüber hinaus ist
eine strukturelle Verankerung pensionierter Pflegeexpertinnen im
Einschulungsprozess geplant. Die Weiterführung des Projekts stellt
aus pflegerischer, organisatorischer und wirtschaftlicher Sicht eine
nachhaltige Investition in die Qualität der Versorgung und in die
Zukunft der Pflege dar.
Weitere Informationen: Gudrun Wittmann, BA, MSc, Landesklinikum
Baden-Mödling, Telefon: +43 (0) 676 858 55 31540, E-Mail presse@
baden.lknoe.at , NÖ Landesgesundheitsagentur, Abteilung
Kommunikation, Stefanie Haslauer-Zischkin, BA, Telefon 2742 9009-
10068, E-Mail [email protected] ,
http://www.landesgesundheitsagentur.at/