Wien (OTS) – 15 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima
erinnert SPÖ-
Umweltsprecherin und erste stellvertretende Klubobfrau Julia Herr an
die dramatischen Folgen des Unglücks und warnt vor einer politischen
Renaissance der Atomkraft in Europa. „Fukushima hat gezeigt, dass
Atomkraft nie vollständig beherrschbar ist. Ein schwerer Unfall kann
ganze Regionen auf Jahrzehnte unbewohnbar machen und verursacht
Schäden, die Generationen tragen müssen“, so Herr. Auch eineinhalb
Jahrzehnte nach der Katastrophe seien viele Menschen von den Folgen
betroffen, während Rückbau und Dekontamination noch Jahrzehnte dauern
werden. „Fukushima ist eine eindringliche Mahnung: Atomkraft ist eine
Hochrisikotechnologie und keine nachhaltige Antwort auf die
Klimakrise“, betont Herr. ****
Kritisch sieht die SPÖ-Umweltsprecherin aktuelle Entwicklungen in
Europa: „Während viele Länder den Ausbau erneuerbarer Energien
vorantreiben, versuchen andere Staaten Atomkraft wieder als
Zukunftstechnologie darzustellen. Milliarden in neue oder verlängerte
Atomprojekte zu investieren, ist energiepolitisch ein Irrweg“, so
Herr. Solche Projekte seien teuer, dauerten Jahrzehnte und würden
Investitionen in erneuerbare Energien, Netze und Speicher verdrängen.
Besonders problematisch sei aus österreichischer Sicht die
Situation bei grenznahen Anlagen. Laufzeitverlängerungen und
Neubaupläne würden das Risiko für Österreich erhöhen. „Die Zukunft
der europäischen Energiepolitik muss erneuerbar, sicher und leistbar
sein. Statt Milliarden in Atomkraft zu stecken, braucht es massive
Investitionen in Windkraft, Sonnenenergie, Speicher und
Energieeffizienz“, so Herr. „15 Jahre nach Fukushima dürfen wir die
Lehren aus dieser Katastrophe nicht vergessen. Europas Energiezukunft
liegt in erneuerbaren Energien, nicht in der Atomkraft“, so Herr
abschließend. (Schluss) eg/ff