Wien (OTS) – FPÖ-Generalsekretär NAbg. Christian Hafenecker, MA
kritisierte heute
die Ankündigung von ÖVP-Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer über
seinen angeblichen „Jahrhundertdeal“ als „mögliche Nebelgranate“,
denn der Zeitpunkt dieser Jubelmeldung erscheine alles andere als
zufällig: „Ausgerechnet jetzt, wo massive Vorwürfe wegen Geldwäsche,
dubioser Goldtransporte und Bargeldverschiebungen im Raum stehen,
zaubert die ÖVP an einem Sonntag ein ‚Jahrhundertprojekt‘ aus dem
Hut. Anstatt aufzuklären, warum kofferweise Bargeld und Goldbarren
aus unserem Land gekarrt werden, das von ungarischen Behörden in den
Zusammenhang mit Geldwäsche gebracht wird, wird hier offenbar der
Versuch unternommen, das Thema zu wechseln.“
Hafenecker zeigte sich irritiert darüber, mit wem die ÖVP hier
Geschäfte anbahnt: „Wir reden hier von einem Regime in Kiew, das erst
kürzlich einem europäischen Regierungschef, nämlich Viktor Orbán,
offen mit der Ermordung gedroht hat. Ein Regime, das bis zum Hals im
Korruptionssumpf steckt und das selbst von der EU mittlerweile mit
Kritik konfrontiert wird. Und mit solchen Ländern schließt die ÖVP
nun offenbar Deals ab, ohne dass die gravierenden Vorwürfe der
letzten Tage auch nur ansatzweise geklärt sind. Bevor man von einem
Wiederaufbau spricht, muss erst einmal Frieden herrschen und muss
sichergestellt werden, dass kein einziger Cent österreichisches Geld
direkt oder indirekt für weiteres Blutvergießen oder in den dunklen
Kanälen der ukrainischen Korruption versickert!“
Der freiheitliche Generalsekretär warnte zudem davor, dass dieses
„Jahrhundertprojekt“ für die österreichischen Steuerzahler zum
„Jahrhundertgrab“ werden könnte. „Wir werden uns ganz genau
anschauen, was hinter diesen vollmundigen Ankündigungen steckt. Ob
hier womöglich die nächste große Steuergeldumverteilung nach Corona
im Raum steht, die einer gewissen Gruppe und bestimmten Unternehmen
dienen könnte? Es gibt keinerlei Details, nur große Zahlen und schöne
Worte. Solange der Verdacht der Geldwäsche und der kriminellen
Machenschaften nicht lückenlos aufgeklärt ist, darf es keine neuen
Abenteuer auf Kosten unserer Steuerzahler geben. Die ÖVP soll
aufhören, Nebel zu werfen und endlich Antworten liefern!“, forderte
Hafenecker abschließend.