UGÖD-Frauen zum Weltfrauentag: Kopftuchverbot – ein Lehrstück des Patriarchats

Wien (OTS) – Claudia Astner und Marion Polaschek , die beiden
Frauenreferentinnen
der Unabhängigen Gewerkschafter:innen im öffentlichen Dienst stellen
betroffen fest: „Ein komplexes Problem wird auf ein einziges
weibliches Symbol reduziert – mit Folgen für jene, die ohnehin am
wenigsten Macht haben. Das Kopftuch ist sicher nicht das drängendste
Problem unseres Bildungssystems. Wir brauchen Maßnahmen, die stärken
statt stigmatisieren.“

Zwtl.: Symbolpolitik auf dem Rücken von Mädchen

Integration, Bildungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe werden
auf Kleidervorschriften verkürzt.nMädchen werden zum Puffer zwischen gesellschaftlichem und familiärem Druck – Konflikte werden verschärft, nicht gelöst. Marion Polaschek: „ Wer Integration ernst meint, setzt auf Ressourcen, Vertrauensaufbau und Teilhabe – nicht auf Pauschalverbote .“nZwtl.: Stimme aus der Praxis

Pädagog:innen sind Vertrauenspersonen, keine
Sanktionsinstanzen. Sanktionen und Meldepflichten untergraben pädagogische Beziehungen.nSchule muss ein Ort der Rechte und des Dialogs bleiben, nicht der Ausgrenzung.
Claudia Astner:„ Unsere Kolleg:innen brauchen Rückendeckung gegen Diskriminierung – und Spielräume für sensible Einzelfalllösungen .“nZwtl.: Patriarchat statt Empowerment

Die Regelung ersetzt ein Herrschaftsverhältnis durch ein
anderes: aus familiärer Kontrolle wird staatliche Kontrolle über Körper und Kleidung.nMädchen werden in beschämende Situationen gebracht und faktisch zu Regelbrecherinnen gestempelt; Pädagog:innen zu reinen Durchsetzer:innen ohne Ermessensspielraum.
Marion Polaschek: „ Ein Herr im Haus wird durch einen anderen ersetzt. Das widerspricht Selbstbestimmung und Gleichbehandlung .“nZwtl.: Unsere Kernforderungen

Rücknahme des pauschalen Kopftuchverbots für Mädchen unter 14.nStärkung von Empowerment, Sozial- und Elternarbeit sowie Community-Dialogen statt Symbolpolitik.nSchutz von Freiheitsrechten und pädagogischer Professionalität:
Religionsfreiheit, Gleichbehandlung, Ermessensspielräume; verpflichtende Anti-Diskriminierungs-Trainings.
Abschließend meint Marion Polaschek: „ Wir stehen am Frauenkampftag an der Seite jener, deren Stimmen am seltensten gehört werden .“ Und Claudia Astner ergänzt: „ Wir geben den schwächsten weiblichen Teilen der Gesellschaft bewusst unsere Stimme – als UGÖD-Frauen, als Pädagog:innen, als Kolleg:innen. “n