Wien (OTS) – Zum Internationalen Frauentag zeigt ein aktueller Blick
in die
Statistik der Frauenhelpline gegen Gewalt: Immer mehr Frauen und ihr
Umfeld holen sich Unterstützung und Informationen zum Thema Gewalt.
In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Anruferinnen bei der
Frauenhelpline um rund 20 % gestiegen.
Für den Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist
das ein wichtiges Signal: Unterstützungsangebote werden stärker
angenommen.
“Mehr Anrufe bedeuten vor allem: Frauen werden aufmerksamer auf
Hilfsangebote und finden öfter den Mut anzurufen. Das zeigt, dass
Information, Sichtbarkeit und Erreichbarkeit wirken“, so Stefani
Doynova , Teamleitung der Frauenhelpline gegen Gewalt.
Den Großteil der Hilfesuchenden machen Frauen aus. Im Jahr 2025
wurden rund 5.000 Anrufe (Telefonberatungen und Informationsgespräche
) von Frauen gezählt, um rund 11 % mehr als 2024. Die Zahl der
Männer, die sich an die Frauenhelpline wandten, blieb mit rund 300
Fällen in etwa konstant.
Diese Entwicklungen zeigen, dass nicht nur Opfer häuslicher oder
sexualisierter Gewalt bereit sind, sich Unterstützung zu holen. Auch
die Sensibilisierung und Hilfestellung durch das direkte Umfeld der
Gewaltbetroffenen wird sichtbar. Vor allem aber holen sich mehr
Frauen Hilfe und Unterstützung durch die Frauenhelpline, die nicht
oder noch nicht von Gewalt betroffen sind. Neben Gewalt sind
Beziehung und psychische Gesundheit die häufigsten Themen der
Anrufenden.
Ausblick: Ab 2026 wird die Frauenhelpline ihre Datenerfassung
nochmals erweitern. So können Präventionsmaßnahmen noch gezielter
abgeleitet werden. Die politisch Verantwortlichen sind gefordert,
wirksame Maßnahmen zu setzen und die nachhaltige Finanzierung von
Hilfsangeboten sicherzustellen.
Ein Interview mit der neuen Teamleitung der Frauenhelpline gegen
Gewalt, Stefani Doynova finden sie unter: www.aoef.at