Wien (OTS) – Die SPÖ-Bundesbildungsorganisation gratuliert Wolfgang
Markytan
herzlich zu 20 Jahren als Leiter der Wiener Parteischule. Seit dem 2.
März 2006 steht er an der Spitze der traditionsreichen
Bildungseinrichtung und prägt seither maßgeblich die politische Aus-
und Weiterbildung innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung.
Gemeinsam mit einem engagierten Team verantwortet Markytan ein
umfassendes Bildungsprogramm mit Lehrgängen von ein- bis eineinhalb-
jähriger Dauer. Vermittelt werden Grundlagen demokratischer
Entwicklung, politische Strukturen Österreichs, aktuelle
gesellschaftspolitische Themen sowie professionelle Kommunikations-
und Organisationskompetenzen. Allein im vergangenen Jahrzehnt wurden
rund 1.000 Funktionärinnen und Funktionäre der sozialdemokratischen
Arbeiter*innenbewegung ausgebildet. „In den letzten 20 Jahren hat
sich die Parteischule kontinuierlich weiterentwickelt: Lehrgänge
wurden strukturell angepasst, Einheiten intensiviert,
Kommunikationsausbildungen verdichtet und neue Themenschwerpunkte wie
Digitalisierung, demokratische Resilienz, Friedenspolitik und
Neutralität integriert. Ich bin sehr dankbar, dass ich nun schon den
31. und 32. Lehrgang begleiten darf und freue mich über die
Entwicklungen der einzelnen Teilnehmer*innen, die sich auf allen
Ebenen des politischen Spektrums wiederfinden“, so SPÖ-
Bundesbildungsgeschäftsführer und Leiter der Wiener Parteischule
Wolfgang Markytan. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Univ.-Prof. Dr.
Gerhard Schmid betont: „Wolfgang Markytan steht für Kontinuität und
Erneuerung gleichermaßen. Er verbindet die große Tradition der
Arbeiter*innen-Bildung mit den Anforderungen einer modernen
Demokratie. Für dieses Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz
danken wir ihm sehr herzlich.“ ****
Bereits am 8. Dezember 1867 wurde mit dem Arbeiterbildungsverein
Gumpendorf der erste organisierte Bildungsverein der Arbeite*
innenbewegung gegründet. Auf dessen Grundlage sowie auf den Schultern
zahlreicher Bildungs- und Sportvereine formierte sich die
sozialdemokratische Bewegung – zunächst 1874 in Neudörfl und
schließlich 1888/89 am Hainfelder Einigungsparteitag zur
Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Bildung war damit von Beginn an
ein zentraler Bestandteil sozialdemokratischer Politik. Besonders
nach der Gründung der Republik 1918 wurden entscheidende Weichen für
eine demokratische, soziale und bildungsorientierte Gesellschaft
gestellt. Die konsequente Umsetzung dieses Projekts konnte jedoch
erst nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgen – getragen von der
historischen Erkenntnis, dass nur ein friedliches Zusammenleben und
demokratische Strukturen nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung
ermöglichen. In diesem Geist wurde 1947 die Wiener Parteischule
gegründet. Sie gilt heute als die traditionsreichste
Ausbildungseinrichtung der sozialdemokratischen Arbeiter*
innenbewegung weltweit. „Bildung ist in der Sozialdemokratie und in
der Arbeiter*innenbewegung eines der höchsten Güter, die wir haben.
Sie stand an der Wiege unserer Bewegung und ist bis heute ihr
Fundament“, so Schmid abschließend. (Schluss) lw