Benefiz-Suppenessen im NÖ Landhaus in St. Pölten

St. Pölten (OTS) – Im Ostarrichisaal des NÖ Landhauses in St. Pölten
fand am heutigen
Dienstag das traditionelle Benefiz-Suppenessen der Katholischen
Frauenbewegung der Diözese St. Pölten anlässlich des
Familienfasttages mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner statt. Das
Rezept der Fastensuppe (Frittatensuppe) stellte Anna Rosenberger,
ehemalige Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung (kfb) der
Diözese St. Pölten, zur Verfügung. Die Zubereitung erfolgte durch die
Landhausküche St. Pölten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sprach von einer „schönen
Tradition“ und einem „schönen Zusammentreffen“. „Mit diesem Benefiz-
Suppenessen setzen wir immer wieder – Jahr für Jahr – einen wichtigen
Schritt in Richtung Solidarität, schönem Miteinander und gelebter
Nächstenliebe“, so Mikl-Leitner. Dafür sagte sie der Katholischen
Frauenbewegung und all jenen, die die Aktion begleiten, „ein
herzliches Dankeschön“. „Sie alle machen diesen Tag zu einem Tag der
Zuversicht, der Hoffnung und der Menschlichkeit“, betonte die
Landeshauptfrau, dass es gerade all das in so herausfordernden Zeiten
– ob der Kriege, wirtschaftlicher Unsicherheit und globaler Krisen –
brauche.

Es sei wichtig, den Menschen „Halt und Orientierung zu geben und
Verantwortung für andere zu übernehmen“, führte Mikl-Leitner aus,
dass wir in Niederösterreich leben – in einem Land, das zu den
reichten der Welt gehöre, mit einem sozialen Netz, wo wir Menschen
auffangen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, wo es wirtschaftlich
aufwärts gehe und man im Bereich der Kaufkraft auf Platz eins liege.
„Und gerade deswegen sind wir in Niederösterreich, wo es uns so gut
geht, verpflichtet, anderen zu helfen und mit anderen zu teilen“, so
Mikl-Leitner.

Die Landeshauptfrau bedankte sich bei der Katholischen
Frauenbewegung für die Aktion und hob das Projekt SEEDS hervor, bei
dem es darum gehe, für die Rechte der Frauen zu kämpfen, sie aus der
Gewaltspirale zu bringen und alles zu tun, damit sie ein
selbstbestimmtes Leben führen können. Wie das gelingen könne, habe
der abgespielte Film eindrucksvoll gezeigt, betonte Mikl-Leitner aber
gleichzeitig, dass es noch sehr viel Arbeit gebe. „Mit diesem
gemeinsamen Essen können wir weit über die Grenzen Niederösterreichs
helfen – dieses Mal im Nordosten Indiens, wo diese Spende auch
tatsächlich ankommt“, so Mikl-Leitner.

Diözesanbischof Alois Schwarz sagte, er sei sehr froh und
dankbar, „wie hier Menschlichkeit versucht wird in einer Region zu
leben, wo es so viel Armut und Not gibt“. Was er sich noch wünsche
sei, dass bei den Gesprächen, die dort in Nordindien geführt werden,
auch das Thema Religion benannt werde. Er bat für die Christen in
dieser Region zu beten.

Monika Liedler, Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung der
Diözese St. Pölten, führte durch die Veranstaltung. Das Benefiz-
Suppenessen sei eine „lange Tradition“. „Es ist das eine von
Solidarität zu reden und das andere Solidarität auch Wirklichkeit
werden zu lassen“, bedankte sie sich bei allen Gästen, dass sie mit
ihrer Teilnahme und ihrer Spende einen „Beitrag zu einer gerechteren
Welt“ leisten.

Die Rezeptspenderin Anna Rosenberger, ehemalige Vorsitzende der
Katholischen Frauenbewegung der Diözese St. Pölten, sagte, dass das
Benefiz-Suppenessen für sie zum alljährlichen Rhythmus dazugehöre und
sprach von einer „gelebten Tradition, die sich durch das ganze Land
zieht“. Sie berichtete außerdem von ihrer Reise nach Indien und
erzählte von den Begegnungen mit den Frauen und Menschen vor Ort.

Schwerpunkt der diesjährigen Aktion ist das Thema „Partizipation
– Gemeinsam Zukunft gestalten“. Mit den gesammelten Spendengeldern
unterstützt die Katholische Frauenbewegung über die
Partnerorganisation SEEDS (Socio Economic and Education Development
Society) den engagierten Einsatz von rund 3.000 Frauen in Indien für
ein Leben ohne Gewalt, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung.
Die Zuständige für die Aktion Familienfasttag Anna Raab,
stellvertretende Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung
Österreichs, sagte, dass es in der heutigen Zeit um das Empowerment
von Frauen gehe. „Es geht nicht nur um die finanzielle Unterstützung,
sondern auch um einen Austausch auf Augenhöhe“, betonte sie, dass man
voneinander lerne und lernen könne.

Am Benefiz-Suppenessen nahmen unter anderen auch Landesrätin
Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Anton Kasser, St. Pöltens
Vizebürgermeister Florian Krumböck, Landesamtsdirektor Werner Trock,
Landesamtsdirektor-Stellvertreterin Verena Sonnleitner und
Superintendent Michael Simmer teil. Musikalisch umrahmt wurde die
Veranstaltung von der Gruppe „aCord“.

Link zum Projekt SEEDS: https://www.youtube.com/watch?v=
vA_lHB0bcSk

Spendenkonto: IBAN: AT83 2011 1800 8086 0000, BIC: GIBAATWWXXX

Nähere Informationen: Aktion Familienfasttag, www.teilen.at