Wien (OTS) – Die SPÖ-Abgeordnete und Sprecherin für Erinnerungskultur
Sabine
Schatz äußert deutliche Kritik daran, dass Nationalratspräsident
Walter Rosenkranz morgen, Freitag, den Akademikerball in Wien
besucht: „Der Akademikerball steht seit Jahren für ein Milieu, das
deutschnationales und rechtsextremes Gedankengut verharmlost. Wer als
Nationalratspräsident eine überparteiliche und verbindende Rolle
innehat, darf solchen Veranstaltungen nicht durch seine Anwesenheit
Legitimität verleihen. In Zeiten, in denen wir unsere Demokratie
aktiv gegen Ausgrenzung und Extremismus verteidigen müssen, ist diese
Teilnahme ein falsches Signal.“
Der Akademikerball gilt als internationale Vernetzungsplattform
für die extreme Rechte. Die Teilnahme von Rosenkranz an der höchst
umstrittenen Veranstaltung ist laut Schatz ein grober Fehler:
„Während Rechtsextreme aus dem In- und Ausland dort anstoßen und
Kontakte knüpfen, verleiht der Nationalratspräsident dem Ganzen durch
seine Anwesenheit einen offiziellen Anstrich. Das ist ein Schlag ins
Gesicht all jener, die sich tagtäglich für Demokratie, Menschenrechte
und eine lebendige Erinnerungskultur einsetzen“, kritisiert Schatz. (
Schluss) eg/lw