Wien (OTS) – Laut einem Bericht im DerStandard schlägt die
Universitätskonferenz
der öffentlichen Universitäten (Uniko) vor, die Pädagogischen
Hochschulen aufzulösen und die gesamte Lehrerinnen- und Lehrerbildung
an den Universitäten zu verankern. Betroffen seien dadurch nach den
Vorstellungen der Uniko auch das Lehramtsstudium für die Primarstufe,
die Berufsbildung, aber auch die Fort- und Weiterbildung. Als eine
der Begründungen wird u.a. angeführt, dass dadurch die Qualität
angehoben werde, „zumal die Verbindung zur wissenschaftlichen
Forschung an den Unis enger sei.“
Diese Pläne werden seitens der Standesvertretung PH (Gewerkschaft
und Personalvertretung) aus mehreren Gründen entschieden abgelehnt!
Damit würde u.a. die Lehrkräfte(aus)bildung sicherlich noch
weiter verwissenschaftlicht bzw. theoretisch ausgerichtet und die
traditionellen Stärken der Pädagogischen Hochschulen inklusive ihrer
Praxisschulen, wie etwa eine kompetente didaktische Ausbildung und
eine hohe Praxisorientierung, gingen völlig verloren. Damit die
Qualität insgesamt tatsächlich angehoben wird, sollten sich die
Universitäten eher an den Pädagogischen Hochschulen orientieren.
Die Standesvertretung PH fordert im Gegensatz zur Uniko eine
weitere Aufwertung und Stärkung der Pädagogischen Hochschulen als
eigenständige tertiäre Bildungseinrichtungen sui generis.