Al-Rawi/Sucher (SPÖ): „Lebendiges Grätzl“ bringt Leben in Erdgeschosszonen und stärkt Wiens lokale Wirtschaft

Wien (OTS) – Mit dem neuen Förderprogramm „Lebendiges Grätzl“ setzt
Wien ab 1.
März 2026 ein klares Signal für lebendige Nahversorgung, starke
Grätzl und eine Stadt der kurzen Wege. Gleichzeitig werden
Förderangebote gebündelt, Mittel treffsicherer eingesetzt und der
Zugang für Wiener*innen Betriebe spürbar einfacher gestaltet.

Lebendige Erdgeschosszonen statt stiller Leerstand

„Ein Grätzl ist kein Hintergrundrauschen, sondern Wiens Puls:
Dort treffen Alltag, Begegnung und Versorgung aufeinander“, betont
Omar Al-Rawi, Ausschussvorsitzender des Gemeinderatsausschusses für
Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke. „Mit dem
Förderprojekt ‚Lebendiges Grätzl‘ stärken wir die Erdgeschosszone als
Schaufenster der Lebensqualität und machen unsere Stadt Schritt für
Schritt noch lebenswerter.“

„Wenn Türen offen sind, geht auch das Miteinander auf“, ergänzt
Cornelia Sucher, stellvertretende Ausschussvorsitzende im Ausschuss
für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke. „Lebendige
Grätzl bedeuten mehr als Handel: Sie bedeuten Zusammenhalt, kurze
Wege und Orte, an denen man einander kennt. Genau dort setzt diese
Förderung an.“

4,5 Mio. Euro für 2026: Qualität entscheidet, Wirkung zählt

Das Programm läuft von 01.03.2026 bis 31.12.2026 und ist mit 4,5
Mio. Euro dotiert. „Das ist keine Verteilung nach dem
Gießkannenprinzip, sondern eine gezielte Investition in starke
Standorte“, sagt Al-Rawi. „Ein Wettbewerbsverfahren bewertet Projekte
regelmäßig. So fließen Mittel dorthin, wo sie im Grätzl am meisten
bewegen.“

„Wir knüpfen Förderungen klarer an Qualität, Innovationsgrad und
eine nachhaltige Perspektive“, erklärt Sucher. „Damit verhindern wir
Mitnahmeeffekte und stellen sicher: Unterstützung führt zu echten
Verbesserungen, für Kund*innen, Betriebe und die Nachbarschaft.“

Gefördert werden unter anderem bauliche Maßnahmen zur Aufwertung
von Geschäftslokalen, Investitionen in Ausstattung und Maschinen
sowie Digitalisierungsschritte, die Sichtbarkeit und Kund*
innenbindung erhöhen. „Wer Prozesse modernisiert, Aufenthaltsqualität
schafft oder ein leerstehendes Lokal wieder mit Leben füllt, stärkt
nicht nur das eigene Unternehmen, sondern das gesamte Umfeld“, so Al-
Rawi.

Klarer Förderkompass: Programme bündeln, Zugänge erleichtern

Mit der Neuaufstellung werden bestehende Angebote
zusammengeführt. Das Programm „Geschäftsbelebung“ wird vorzeitig
eingestellt, weil Inhalte und Ziele vollständig in „Lebendiges
Grätzl“ übergehen. „Wir räumen Hürden aus dem Weg und schaffen
Orientierung: weniger Parallelstrukturen, schnellere Wege, mehr
Klarheit“, betont Sucher. „So kommt Hilfe dort an, wo sie gebraucht
wird.“

Zudem wird das Förderprogramm „Nahversorgung“ in „Innovatives
Handwerk und Gewerbe“ umbenannt, die Inhalte bleiben unverändert.
„Der neue Name bringt auf den Punkt, worum es geht: neue Produkte,
neue Verfahren, starke Betriebe“, sagt Al-Rawi. „So bleibt Wien
vielfältig, gut versorgt und wirtschaftlich robust.“

„Wien ist so lebenswert, weil wir uns um die scheinbar kleinen
Dinge kümmern, die den Alltag groß machen“, resümiert Sucher. „
‚Lebendiges Grätzl‘ ist ein solcher Schritt: solidarisch, praktikabel
und in den Vierteln und Grätzln direkt spürbar. Und ja: Auch in
Zeiten der Konsolidierung handeln wir mit größter Achtsamkeit, damit
Lebensqualität und Zusammenhalt nicht nur Schlagworte bleiben,
sondern gelebte Realität.“

(schluss)ip