Ludwig-Faymann (SPÖ): 300.000 Euro für Männerberatung 2026

Wien (OTS) – Mit einer gezielten Förderung von 300.000 Euro stärkt
Wien 2026 die
Männerberatung in der Arbeit mit gewaltbereiten Männern und
Jugendlichen. Gemeinderätin Martina Ludwig-Faymann begrüßt den
Schritt als konsequente Prävention, die Schutz, Lebensqualität und
Zusammenhalt in der lebenswertesten Stadt weiter ausbaut.

In ihrer heutigen Rede im Wiener Gemeinderat machte Ludwig-
Faymann klar: Wer von Sicherheit spricht, muss bei der Täterarbeit
und dem Opferschutz liefern. Prävention beginnt dort, wo Gewalt
entsteht – bei Haltungen, bei Rollenbildern, bei der Bereitschaft,
Verantwortung zu übernehmen. Große Zustimmung bekundete sie für die
Rede des Neos Abgeordneten Markus Ornig, der klar machte, dass mehr
Männer sich zu diesem Thema bekennen und dafür einsetzen müssen.
Ludwig-Faymann betonte: „Wie kommen wir Frauen und
Frauenpolitikerinnen dazu, dass wir uns alleine um das Thema kümmern
müssen?“

Ludwig-Faymann hob hervor, dass es für wirksame Gewaltprävention
ein eindeutiges, sichtbares Commitment braucht – vor allem von
Männern in Politik und Öffentlichkeit: „Es braucht Männer, die sich
für mehr Täterarbeit und Männerberatung einsetzen. Es braucht endlich
das Commitment von allen Männern im Saal, dass sie sich diesem Thema
annehmen.“ In ihrer Rede hob Ludwig-Faymann auch die positive
Entwicklung der vergangenen Jahre hervor – besonders innerhalb der
eigenen Fraktion: „Freut mich auch, dass sich das in unserer Fraktion
in den vergangenen Jahren geändert hat.“ Sie betonte, dass Männer das
Thema längst stärker mittragen und nannte als Beispiel den SPÖ-
Klubobmann Josef Taucher.

Die Absicherung im Budget ist für Ludwig-Faymann ein politisches
Signal: Wien investiert in frühes Eingreifen, in professionelle
Beratung und in konkrete Arbeit mit gewaltbereiten Personen – damit
Eskalation verhindert wird, bevor sie Frauen, Kinder oder Familien
trifft. Dafür dankt sie auch jenen, die das möglich machen. „Wir
haben das Budget für die Männerberatung in den vergangenen Jahren
erhöht und hier ein Dank an Finanzstadträtin Barbara Novak. Ich bin
auch unserer Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaal
sehr dankbar, die durch das Gewaltschutz-Jour fixe und den
Arbeitskreis für emanzipierte Burschen- und Männerarbeit viele
Initiativen gesetzt hat”, so Ludwig-Faymann in ihrer Rede. Wien setzt
dabei auf Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnerorganisationen – und
auf klare Weiterentwicklung der Angebote. Sie ergänzt: „Wir holen
Vereine wie Neustart und die Männerberatung an einen Tisch. Es
braucht aber noch mehr und ich fordere uns alle auf, wie wir noch
mehr zustande bringen.“

Abschließend betont Ludwig-Faymann: „Das beste Mittel gegen
Gewalt an Frauen ist echte Gleichstellung von Frauen und Männern. Und
das nicht nur in unserer Stadt, sondern überall. Nur dann haben wir
die Chance, dass das Thema Gewalt von Männern an Frauen nicht mehr
diesen Platz einnimmt.“ (Schluss) sh