Wien (OTS) – Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau durch ihren Partner,
der
anschließend Suizid beging, zeigt sich SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger zutiefst erschüttert.
Für Manninger steht fest: Es handelt sich um einen weiteren
Frauenmord – eine extreme Form geschlechtsspezifischer Gewalt, bei
der ein Mann über das Leben einer Frau bestimmt hat. „Ein Frauenmord
ist kein Beziehungskonflikt und keine private Tragödie. Es ist die
brutalste Konsequenz patriarchaler Machtverhältnisse, in denen Männer
glauben, Anspruch auf Kontrolle über Frauen zu haben – bis hin zu
deren Leben“, so Manninger, und weiter: „Unser Mitgefühl gilt der
getöteten Frau und ihren Angehörigen.“ ****
Solche Taten dürfen nicht isoliert betrachtet werden. Sie sind
eingebettet in eine gesellschaftliche Realität, in der Gewalt gegen
Frauen weiterhin verharmlost, bagatellisiert oder als Einzelfall
dargestellt werden. „Jeder Frauenmord ist Teil eines strukturellen
Problems. Solange Besitzdenken, Kontrolle und Macht über Frauen
toleriert werden, bleiben Frauen in Gefahr“, so Manninger.
Daher ist der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen von
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner so wichtig. „Die Lücken im
Gewaltschutz müssen geschlossen werden. Dieser Fall macht deutlich,
wie breit das Gewaltschutznetz gefasst werden muss“, so die SPÖ-
Bundesfrauengeschäftsführerin abschließend. (Schluss) eb