WK Wien: Ballsaison setzte neue Maßstäbe

Wien (OTS) – Die Ballsaison 2025/26 hat die Versprechen gehalten:
Erstmals wurden
605.000 Besucher auf den Bällen der Bundeshauptstadt begrüßt, auch
die Umsätze sind weiter in die Höhe gegangen. „Die Erwartungen an die
Ballsaison waren hoch, und wurden erfüllt. Unsere bereits
optimistischen Prognosen wurden sogar leicht übertroffen“, freut sich
Dominic Schmid, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in
der Wirtschaftskammer Wien. Nochmals rund 35.000 Besucher mehr als im
Vorjahr haben die Wiener Ballveranstalter mobilisieren können und
auch bei den Umsätzen wurde ein neuer Rekord verzeichnet: von den 205
Millionen Euro im Vorjahr stiegen sie auf knapp 240 Millionen in
dieser Saison an.

Bälle werden immer internationaler

Im stetigen Steigen ist auch die Zahl der ausländischen Besucher
auf den Wiener Bällen. Und sie haben einen positiven Einfluss auf die
Umsätze, die durch die Wiener Bälle erzielt werden. Schmid:
„Ausländische Gäste kaufen natürlich auch die Balltickets, gehen
Essen und nehmen Taxis, so wie die Wiener Ballbesucher. Aber dazu
kommen noch die Hotels, und das gleich für zwei bis drei Nächte. Das
wirkt sich positiv auf die wirtschaftliche Komponente der Ballsaison
aus“.

Um diese Effekte genauer zu untersuchen, startete die
Wirtschaftskammer Wien in dieser Saison auch eine Studie, in der die
Effekte der ausländischen Ballbesucher über die kommenden Jahre
genauer untersucht werden sollen. Dabei wird einerseits mit
Ballveranstaltern zusammengearbeitet, zum anderen wurden auch direkt
auf einzelnen Bällen der letzten Wochen Erhebungen durchgeführt.
Schmid: „Die bisherigen Resultate sind ein erster Zwischenstand, es
zeigt sich, dass rund 32 Prozent der Besucher auf den großen Bällen
aus dem Ausland kommen. Und bei der Länderbilanz der ausländischen
Gäste führt Deutschland vor der Schweiz, den USA und Japan, dahinter
folgen Großbritannien, Kroatien und Italien. Man sieht: Die Wiener
Ballsaison ist rund um den Erdball bekannt, wir wissen auch von
Ticketverkäufen bis nach Australien“. Die Wiener Ballsaison hat also
eine internationale Strahlkraft, österreichweit besteht jedoch noch
Potenzial: „Aus den Bundesländern kommen weniger Gäste auf die Wiener
Bälle“, so Schmid.

Nachfrage aus dem Ausland größer als das Angebot

Dass weit mehr Tickets für Wiener Bälle im Ausland abgesetzt
werden können, weiß auch Thomas Schäfer-Elmayer, einer der wohl
bekanntesten Doyens der Wiener Ballszene: „Die Strahlkraft Wiens und
der Bälle ist ungebrochen und sie wächst weiter. Denn das, was die
Bälle so unverwechselbar macht, ist ja das Wienerische: Die Stimmung,
der Charme, das Sehen-und-Gesehen-Werden. Wobei mittlerweile ein
gewisses internationales Flair auch dazugehört. Es kommt auf die
richtige Mischung an und die ist bei jedem Ball eine andere“, erklärt
Schäfer-Elmayer und benennt dafür Beispiele: „Das Wiener Flair war
früher sogar beim Silvesterball in der Hofburg noch zu spüren, obwohl
dort vermutlich 80% der Gäste aus dem Ausland stammten. Manch andere
Bälle, wie etwa der Philharmonikerball sind österreichischer geprägt,
aber ich bin überzeugt, auch er verträgt die Gäste aus dem Ausland.“

Für Schäfer-Elmayer ist klar, dass man international noch weit
mehr Tickets für Bälle absetzen könnte, dennoch aber wird das von den
Veranstaltern nicht gemacht: „Ich habe selbst jedes Jahr viele
Anfragen von Gruppen aus der ganzen Welt. Aber es gibt nur eine
begrenzte Anzahl an Tickets für die Bälle, gerade weil derzeit auch
die Redoutensäle noch immer nicht zur Verfügung stehen – und damit
die Kapazität der Hofburg stark eingeschränkt ist. Und deswegen geben
wir da dann natürlich den Wienern den Vorzug.“