Energiewende trifft Landwirtschaft: Hybridkraftwerk Parndorf verbindet Wind, Sonne, Speicher und Biodiversität

Wien (OTS) – Das Agri-PV-Hybridkraftwerk der oekostrom AG, der
deutschen
Energiegenossenschaft Green Planet Energy eG und der Stadtwerke
Hartberg im burgenländischen Parndorf hat erfolgreich den
Probebetrieb aufgenommen. Die ersten erzeugten Megawattstunden wurden
bereits ins Netz eingespeist. Mit einer Gesamtleistung von 17 MWp
wird die Anlage im Endausbau rund 6.320 Haushalte mit sauberem Strom
versorgen – und kombiniert Photovoltaik, Landwirtschaft und Windkraft
auf einer gemeinsamen Infrastruktur. Wind und Sonne ergänzen sich
optimal, dadurch erhöht sich die jährliche Betriebsdauer von rund
2.000 auf 4.000 Stunden.

Die Kombination aus Windkraft, Photovoltaik und Speichern
garantiert konstanten und stabilen Strom für die umliegenden
Gemeinden. „Der Probebetrieb zeigt bereits eindrucksvoll, wie gut
sich Wind und Sonne ergänzen“, sagt Jan Häupler, Vorstandsmitglied
der oekostrom AG. „Mit derselben Infrastruktur erzielen wir nahezu
doppelt so viele Betriebsstunden wie mit einer Einzelanlage – ein
zentraler Effizienzgewinn für die Energiewende.“ Die Pflege der
Grünflächen zwischen den Solarmodulen übernehmen in Zukunft Schafe –
ein ökologisch durchdachter Ansatz zur Förderung der Biodiversität.

Zwtl.: Effizienz durch Mehrfachnutzung

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die gemeinsame Nutzung bestehender
Netzableitungen und Netzanschlusspunkte. Dadurch erhöht sich die
jährliche Betriebsdauer des Gesamtsystems von rund 2.000 auf nahezu
4.000 Stunden, ohne zusätzlichen Ressourcenverbrauch. „Durch die
Bauweise folgen unsere Solarmodule dem Tagesverlauf der Sonne von Ost
nach West – vom Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. So nutzen wir
Solarenergie gleichmäßig über den ganzen Tag und passen die
Produktion optimal an den Verbrauch vor- und nachmittags an, ohne die
typische Mittagsspitze. Gleichzeitig nutzen wir mit der Anbindung an
den bestehenden Windpark vorhandene Strukturen optimal und sparen
dadurch Kosten“, erklärt Nils Müller, Vorstand von Green Planet
Energy.

Zwtl.: Batteriespeicher als nächster Entwicklungsschritt

Auch das geplante Batteriespeicherprojekt macht weiter
Fortschritte: Die Anlage wurde am 19. Dezember 2025 offiziell bei der
Behörde eingereicht. „Mit dem Speicher heben wir das Hybridkonzept
auf das nächste Level“, sagt Christoph Grosssteiner, Geschäftsführer
der oekostrom Produktions GmbH. „Er macht die Einspeisung in das
Verteilnetz nicht nur flexibler, sondern steigert auch den
systemischen Nutzen für das Energiesystem.“

Zwtl.: Energiewende aus der Region

Für Christoph Ehrenhöfer, Geschäftsführer der Stadtwerke
Hartberg, zeigt das Projekt eindrucksvoll, wie moderne
Energielösungen regionale Wertschöpfung und ökologische
Mehrfachnutzung verbinden: „Parndorf ist ein Vorzeigeprojekt, das
beweist, wie sich erneuerbare Energiequellen über das Jahr hinweg
optimal ergänzen. Gleichzeitig zeigt die Agri-PV-Fläche, wie
Energieproduktion und Landwirtschaft – etwa durch Schafbeweidung –
harmonisch zusammenwirken können.“