AKM nimmt Stellung zu Falschaussagen der Tageszeitung “Der Standard”

Wien (OTS) – Die AKM nimmt Bezug auf den Artikel der Tageszeitung
“Der Standard”
vom 16. Februar 2026 („Wachsender Missmut bei Musikern über Tantiemen
-Berechnung der AKM“) und stellt darin enthaltene unzutreffende und
irreführende Darstellungen richtig.

Zwtl.: Alle DJ-Veranstaltungen werden abgerechnet

Alle Veranstaltungen mit DJ-Musik werden von der AKM abgerechnet.
Für DJ-Auftritte in Clubs und Diskotheken besteht eine eigene
Abrechnungssparte, in der eine repräsentative Sample-Methode zur
Anwendung kommt.

Diese Methode basiert auf einer jährlich neu durchgeführten,
wissenschaftlich fundierten Auswahl von Diskotheken mit bestehenden
Lizenzverträgen. Die Auswahl erfolgt durch ein unabhängiges
Meinungsforschungsinstitut nach statistischen Kriterien.

Die Sample-Methode ist branchenüblich und wird von der
überwiegenden Mehrheit der Verwertungsgesellschaften international
angewendet. Sie ist ein statistisch anerkanntes Instrument, um
Marktrealitäten abzubilden und zugleich eine wirtschaftlich
vertretbare Abwicklung sicherzustellen.

Oberstes Ziel der AKM ist es, Tantiemen unter fairen,
transparenten und nachvollziehbaren Rahmenbedingungen möglichst
gerecht an Urheber:innen weltweit zu verteilen.

Sämtliche Abrechnungsmodelle – einschließlich der Club- und
Diskothekenabrechnung – werden laufend überprüft und an neue
Marktrealitäten sowie technische Entwicklungen angepasst. Speziell im
Bereich Club- und Diskothekenabrechnung arbeitet die AKM aktuell an
konkreten Möglichkeiten, welche ohne Tantiemeneinbußen zu noch
genaueren Ausschüttungen an die Urheber:innen führen sollen.

Zwtl.: Keine Bevorzugung bei Tantiemenverteilung

Der Vorwurf, eine „kommerzielle Elite [der Urheber:innen]“ würde
bei der AKM überproportional profitieren, ist falsch. Im Abrechnungs-
und Verteilungsmodell der AKM gibt es keinerlei Bevorzugung einzelner
Gruppen von Urheber:innen.

Ebenso falsch ist die Behauptung, „der Rest der Musikschaffenden
müsse sich mit geringfügigen Ausschüttungen zufriedengeben oder gehe
leer aus“. Alle AKM-Bezugsberechtigten werden gleich behandelt.

Die AKM zählt mit einer Abrechnungsgenauigkeit von 99,98 %
international zu den Verwertungsgesellschaften mit der höchsten
Präzision. Jede Veranstaltung mit Live-Musik und einem vorliegenden
Programm wird werkgenau abgerechnet – ein Standard, der im
internationalen Vergleich keineswegs selbstverständlich ist.

Zwtl.: Gezielte Technologieentwicklung für den Live-Bereich

Die Behauptung, die AKM sei an einer „in Österreich entwickelten
und international erfolgreich eingesetzten Technologie“ für
Musikerkennung nicht interessiert gewesen, ist unzutreffend. Das der
AKM vorgestellte Produkt der Firma MediaTest Research GmbH bezog sich
auf die Musikerkennung im Radio- und TV-Bereich und nicht auf den
gegenständlichen, wesentlich komplexeren Live-Bereich. Die damalige
Evaluierung im Vergleich zu unseren bestehenden Systemen ergab weder
einen wirtschaftlichen Vorteil noch eine Verbesserung der
Abrechnungsgenauigkeit für unsere Mitglieder und wurde daher nicht
weiterverfolgt.

Die Vermischung dieses Vorgangs mit der Zusammenarbeit der AKM
mit dem Schweizer Start-up nowon ist irreführend. Bei der
Produktentwicklung mit nowon handelt es sich um ein völlig anderes
Anwendungsfeld: die Musikerkennung im Live-Segment. Für diesen
Bereich existiert derzeit kein marktreifes Produkt, das die
Anforderungen einer abrechnungsrelevanten Nutzungserfassung erfüllt
und unmittelbar von einer Verwertungsgesellschaft eingesetzt werden
kann.

Vor diesem Hintergrund hat sich die AKM nach sorgfältiger
strategischer Prüfung für eine Zusammenarbeit mit nowon entschieden,
um gemeinsam branchenspezifische Lösungen zu entwickeln. Ziel ist es,
Technologien zu schaffen, die den realen Anforderungen von
Verwertungsgesellschaften entsprechen und eine werkgenaue,
automatisierte Nutzungserfassung im Live-Bereich ermöglichen.

Weitere Informationen zu diesem Thema.

Zwtl.: Zeitgemäßes Kundenbetreuungssystem

Die Behauptung, das Kundenbetreuungssystem der AKM habe sich seit
der Umstellung 2024 „keineswegs verbessert“, ist unzutreffend. Die
AKM verfügt über ein modernes, zeitgemäßes Kundenbetreuungssystem.

Die Umstellung von einer regionalen auf eine funktionale
Organisation dient einer effizienteren und fachlich spezialisierten
Betreuung unterschiedlicher Kundensegmente. In jenen Bereichen, in
denen es notwendig und sinnvoll ist, bestehen weiterhin regionale
Ansprechpersonen in den Bundesländern.

Rund 58.000 Kund:innen im Einzelveranstaltungsbereich sowie etwa
75.000 Kund:innen im Dauerveranstaltungsbereich werden vom zentralen
Team der AKM-Kundenbetreuung professionell betreut. Der AKM-
Kundendienst ist jederzeit per E-Mail und Telefon erreichbar.
Persönliche, direkte und lösungsorientierte Kommunikation bleibt ein
zentraler Anspruch der AKM.