Eisenstadt/Wien (OTS) – Greenpeace zeigt sich enttäuscht über das
fehlende konkrete Ergebnis
des heutigen Sonderlandtages zum Thema Asbest im Burgenland. Der
beschlossene Abänderungsantrag enthält keine neuen Maßnahmen, zudem
wurden keine weiteren Daten oder Fakten von den anwesenden
Regierungsmitgliedern auf den Tisch gelegt. Die bislang
intransparenten Luftmessungen sowie die Forderung nach einer
bundeseinheitlichen Regelung bleiben weiterhin die einzigen Schritte,
die von der Landesregierung im Burgenland gesetzt werden.
Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich: “Die
Burgenländische Landesregierung weigert sich offenbar, wichtige
Sofortmaßnahmen für Kinder umzusetzen. Die betroffene Bevölkerung
wird weiter im Dunkeln gelassen.” In den letzten Wochen haben mehrere
betroffene Unternehmen wie die ÖBB oder die Asfinag reagiert und aus
ihrem eigenen Wirkungsbereich den Asbest gesichert oder entsorgt.
“Wenn es etwa um Spielplätze oder Skateparks geht, wo Kinder und
Jugendliche sich tagtäglich aufhalten, können wir kein Risiko
eingehen und abwarten. Das gleiche gilt für Streusplitt, über den
täglich schwere Fahrzeuge rollen. Es muss sofort gehandelt werden” ,
betont Schuster.
Um die Menschen im Burgenland aufzuklären, lädt Greenpeace zu einer
eigenen Informationsveranstaltung. Diese wird bereits diesen
Donnerstag, am 19. Februar, um 18 Uhr im Kulturhaus Unterwart
stattfinden.