FPÖ – Hafenecker: „Widersprüchliche Aussagen im U-Ausschuss – Hafenecker ortet Beeinflussung durch die ÖVP“

Wien (OTS) – Die heutige Befragung der Sobotka-Vertrauten Anna P. im
Pilnacek-
Untersuchungsausschuss bezeichnete der Fraktionsführer der FPÖ, NAbg.
Christian Hafenecker, MA, als bezeichnend für die Vorgehensweise der
ÖVP. Für Hafenecker sei erkennbar gewesen, dass die Auskunftsperson
unter Druck gestanden habe: „Die Auskunftsperson wirkte heute
sichtlich nervös. Obwohl ein Großteil ihrer Aussagen aus dem Gespräch
mit Nikbakhsh bestätigt worden ist, wurde plötzlich alles
zurückgenommen, sobald es die ÖVP, Wolfgang Sobotka oder
Bundespolizeidirektor Takacs betrifft.“

Besonders die Aussagen zu den Kontakten mit dem ehemaligen
Nationalratspräsidenten Sobotka und Bundespolizeidirektor Takacs
seien laut Hafenecker fragwürdig. „Die Vorstellung, dass Wolfgang
Sobotka sich in Gesprächen ausschließlich um das persönliche
Wohlergehen seiner Vertrauten sorgt, obwohl sein eigener Name durch
die Causa Pilnacek belastet ist, ist äußert merkwürdig“, erklärte
Hafenecker.

Zudem sei es bemerkenswert, dass die Vertraute Sobotkas Wahrnehmungen
zu Akten aus dem Alois-Mock-Institut, welche vermeintlich im Haus in
Rossatz gestanden seien, hatte. „Gleichzeitig will sie aber von der
‚roten Festplatte‘, einem wesentlichen Beweismittel in der Causa
Pilnacek, nichts gewusst haben. Diese Widersprüche werfen weitere
Fragen auf, auf die wir Antworten wollen“, so der freiheitliche
Generalsekretär.

„Der Untersuchungsausschuss soll mögliche politische Verflechtungen
aufdecken. Die heutigen Aussagen haben mehr Fragen aufgeworfen als
beantwortet und gezeigt, dass die ÖVP zunehmend in Bedrängnis gerät.
Wir werden nicht locker lassen, bis die ganze Wahrheit ans Licht
kommt und das volle Ausmaß der politischen Einflussnahme geklärt
ist“, erläuterte der FPÖ-Fraktionsführer abschließend.