Forschen, staunen, ausprobieren. Ein Projekt bringt Wissenschaft in die Hände krebskranker Kinder

Wien (OTS) – Mit dem neuen Mitmach-Projekt „St. Anna Forscher-Kids“
ist es den
Wissenschafter:innen der St. Anna Kinderkrebsforschung gelungen,
Forschung unmittelbar in den Alltag der jungen Patientinnen und
Patienten des St. Anna Kinderspitals zu bringen. Das Projekt
ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, selbst in die Rolle des
Forschenden zu schlüpfen und Freude an wissenschaftlichen Themen zu
entdecken.

Die Idee stammt von Katharina Wiener und Magdalena Radoš , zwei
Forscherinnen der St. Anna Kinderkrebsforschung. Ihnen war wichtig,
den Kindern und Jugendlichen trotz Krankheit und oft belastender
Therapien Momente zu schenken, in denen sie ganz in die Welt der
Forschung eintauchen können, eine Auszeit, in der die Krankheit für
eine Weile in den Hintergrund rückt. Das Projekt öffnet den Raum für
allgemeine Neugier rund um Naturwissenschaften und Biologie. Neues
ausprobieren, kreativ werden und wissenschaftliche Themen auf
leichte, spielerische Weise kennenlernen, genau darum geht es.

Zwtl.: Die Idee wurde gemeinsam mit dem Team der Psychosozialen
Abteilung des St. Anna Kinderspitals entwickelt. So entstand ein
Projekt, das einen Raum schafft, in dem die Kinder so mitmachen
können, wie es ihnen gerade möglich ist.

Wissenschaft zum Ausprobieren

Beim ersten Treffen der St. Anna Forscher-Kids anlässlich
Halloweens konnten rund zwanzig Kinder verschiedene kleine
Experimente ausprobieren: Sie bauten Lava-Lampen, untersuchten Proben
unter dem Mikroskop und lösten gemeinsam einen forensischen „Kürbis-
Fall“. Die Forscherinnen begleiteten die Kinder und Jugendlichen
dabei und reagierten auf deren Tempo und Energie. Alles war darauf
ausgerichtet, Freude zu machen und die Kinder für eine Weile aus
ihrem belastenden Alltag herauszuholen.

Zwtl.: Stimmen aus dem Projekt

„Für uns steht im Mittelpunkt, dass die Kinder Spaß haben und die
Möglichkeit bekommen, selbst auszuprobieren, wie sich Forschen
anfühlt. Wenn ein Kind lächelt oder mit leuchtenden Augen sagt:
´Schau, was ich gemacht habe`, dann ist das genau das, was unsere St.
Anna Forscher-Kids ausmacht. Gleichzeitig möchten wir ihnen eine
kleine Auszeit schenken, in der die Krankheit nicht im Vordergrund
steht“ , sagt Katharina Wiener.

„Wir möchten zeigen, dass Wissenschaft etwas ist, das man erleben
kann. Besonders wertvoll ist für uns die enge Zusammenarbeit zwischen
St. Anna Kinderkrebsforschung und den verschiedenen Abteilungen des
St. Anna Kinderspitals, die dieses Projekt überhaupt erst möglich
macht und den Kindern echte Auszeiten vom Klinikalltag schenkt“ ,
ergänzt Magdalena Radoš.

Zwtl.: Ein Projekt, das verbindet

Der erfolgreiche Auftakt hat gezeigt, wie offen Kinder auf
Wissenschaft reagieren, wenn sie ihnen auf Augenhöhe begegnet.
Gleichzeitig ist das Projekt ein Beispiel für die einzigartige Nähe
zwischen St. Anna Kinderspital und St. Anna Kinderkrebsforschung:
Hier arbeiten Klinik und Forschung täglich Hand in Hand, und mit den
St. Anna Forscher-Kids wird diese Verbindung für die Kinder
unmittelbar erlebbar.

„Gerade für unsere Patientinnen und Patienten ist es unglaublich
wertvoll, Momente zu erleben, in denen Neugier, Freude und
Selbstwirksamkeit im Mittelpunkt stehen – und nicht die Erkrankung.
Die St. Anna Forscher-Kids zeigen auf wunderbare Weise, wie eng
Medizin, Forschung und menschliche Zuwendung bei uns zusammengehören
und wie wir gemeinsam Kindern Kraft, Zuversicht und ein Stück
Normalität schenken können “, sagt Univ.-Prof. DDr. Caroline Hutter,
Ärztliche Direktorin des St. Anna Kinderspitals und Professorin für
Pädiatrische Hämatologie und Onkologie an der MedUni Wien.