RTR warnt anlässlich des Safer Internet Days vor Betrugs-Anrufen und Betrugs-SMS

Wien (OTS) – „Der Safer Internet Day regt mit seinem diesjährigen
Motto ‚AI and
me. In an artificial relationship‘ zum Nachdenken an: Wie breit ist
eigentlich bereits das Spektrum von ‚künstlichen‘ Beziehungen, die
wir eingehen? Die Liste wird täglich länger: Wir nutzen
Fahrerassistenzsysteme in Autos, Smart Home Geräte, Fitnesstracker,
die Gesundheitsdaten verarbeiten, personalisierte Empfehlungen bei
Streamingdiensten und vieles mehr“, sagt Klaus M. Steinmaurer,
Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und
Post und ergänzt, „dort, wo fortschrittliche digitale Technologien
zum Einsatz kommen, lauern auch Risken, wie beispielsweise Meldungen
über Betrugsversuche mittels Anrufe oder SMS zeigen.“

Betrügereien im Netz werden zusehends ausgefeilter und
realitätsnäher

Im Jahr 2025 verzeichnete die Meldestelle für
Rufnummernmissbrauch 31.888 Beschwerden zu Betrugsversuchen mittels
Anrufen, SMS und Messengerdiensten, insgesamt um rund 5 Prozent mehr
als 2024. „Die Betrugsversuche werden mit Unterstützung von
künstlicher Intelligenz immer perfekter. Die Zeiten, in denen man
beispielsweise betrügerische SMS an Formulierungsfehlern leicht
erkennen konnte, sind endgültig vorbei. Wir alle können Opfer eines
Betrugs werden. Dahinter stehen meist international operierende
Netzwerke, gegen die man in der Regel keine Handhabe hat“, führt
Steinmaurer aus und weist darauf hin, „die besten Schutzmaßnahmen
sind eine große Portion Vorsicht und Plausibilitätschecks, wenn
Anrufe, SMS oder Chatnachrichten verdächtig erscheinen.“

Bereits rund 1.900 Beschwerden zu Betrugs-SMS im heurigen Jahr

Gerade der Faktor „Zufall“ kann ein williger Helfer der Betrüger
sein, beispielsweise bei Kontaktaufnahmen, die man vielleicht gerade
erwartet oder die zu einer „Vorgeschichte“ passen: Wer z.B.
tatsächlich gerade seine Bankomatkarte verloren hat, wird eher
geneigt sein, auf eine SMS seiner vermeintlichen Hausbank zu
reagieren, die über angebliche verdächtige Kontotransaktionen
informiert. „Geben wir dem Betrug im Internet keine Chance, indem wir
allem, was uns im Netz persönlich betrifft, immer mit einer gesunden
Portion Misstrauen gegenüberstehen“, so Steinmaurer abschließend.

Über die RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100
Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung
des Wettbewerbs auf dem Medien-, Telekommunikations- und Postmarkt
sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz
definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und
ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M.
Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als
Geschäftsstelle unterstützt sie die Kommunikationsbehörde Austria (
KommAustria), die Telekom-Control-Kommission (TKK) und die Post-
Control-Kommission (PCK). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at
veröffentlicht.