Wien (OTS) – Das Risikobild 2026 wurde gerade erst vorgestellt und
zeichnet ein
düsteres Bild der Weltlage. Daher hat sich die Regierung in ihrem
Programm „Jetzt das Richtige tun“ zu einer Erhöhung der
Einsatzbereitschaft des Bundesheeres verpflichtet.
Eine hochkarätige Expertenkommission hat einen breiten Konsens
mit Vertretern verschiedener Ministerien, der Wirtschaft, von Jugend-
und Zivilschutzorganisationen erzielt und eine klare
Handlungsempfehlung formuliert: das Bundesheer braucht eine
Verlängerung des Grundwehrdienstes auf acht Monate und
Wiedereinführung von verpflichtenden Übungen im Ausmaß von zwei
Monaten. Die Kommission hat dieses Modell „Österreich Plus“ genannt
und gleichzeitig die Verlängerung des Wehrersatzdienstes auf
mindestens zwölf Monate angeregt.
„ Wir sind erstaunt, dass nunmehr statt einer politischen
Entscheidung – die idealerweise einstimmig im Parlament erfolgen
sollte – eine Volksbefragung stattfinden wird. Dieses Vorgehen kostet
wertvolle Zeit und öffnet parteipolitischen Schachzügen Tür und Tor.
Die Sicherheit Österreichs darf nicht zu einem Spielball der
Tagespolitik werden “, empört sich der Präsident der Österreichischen
Offiziersgesellschaft (ÖOG), Erich Cibulka.
Erst kürzlich haben sich in Interviews sowohl
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner als auch der Generalstabschef
des Bundesheeres, General Rudolf Striedinger, für das „8+2-Modell“
ausgesprochen. Striedinger hat auf eine politische Entscheidung bis
Ende März gedrängt, um die Systemumstellung bis 1.1.2027 umsetzen zu
können.
Die ÖOG appelliert daher an alle Parteien, umgehend einen
nationalen Schulterschluss zu erzielen. „ Sollte kein Weg an einer
Volksbefragung vorbeiführen, dann muss diese spätestens im Mai
stattfinden. Ich bin sicher, dass diese positiv für das Modell
„Österreich Plus“ ausgehen wird “, zeigt sich Brigadier Cibulka
optimistisch.