Grüne Wien/Prack: „Leerstandsabgabe bleibt leeres Versprechen der SPÖ“

Wien (OTS) – Die Grünen Wien reagieren mit zunehmender Ungeduld auf
die
Hinhaltetaktik der SPÖ in Sachen Leerstandsabgabe: „Während viele
Wiener:innen nach einem leistbaren Zuhause suchen, stehen laut
Statistik Austria bis zu 104.646 Wohnungen leer. Das Wahlprogramm der
SPÖ Wien ist gefüllt mit leeren Versprechen von Bürgermeister Ludwig.
Auch die Leerstandsabgabe wird auf die lange Bank geschoben“,
kritisiert Klubobmann und Wohnbausprecher Georg Prack.

Wie der Falter berichtet, wird die Verantwortung für die
Leerstandsmobilisierung zwischen Wohnbau- und Finanzressort hin- und
hergeschoben: „Rot-Pink muss endlich auf den drohenden Wohnungsmangel
in Wien reagieren. Dafür braucht es neben einer Leerstandsabgabe auch
mehr Anstrengungen bei der Widmung und Förderung von sozialem
Wohnbau. Neubau braucht jedoch Zeit, die Wiedervermietung von
leerstehenden Wohnungen kann den Wiener:innen hingegen sofort
helfen“, so Prack.

Grünes Modell für Leerstandsabgabe als Beitrag zu Budgetsanierung

Dabei hätte die Umsetzung des Grünen Modells positive
Konsequenzen für das Budget: „Allein durch eine Leerstandsabgabe
könnten Einnahmen von 120 bis 150 Millionen Euro erzielt werden. Im
Gegensatz zu den Kürzungen bei Sozialleistungen und Öffi-Tickets
würde eine Leerstandsabgabe nicht die breite Masse der Wiener:innen
treffen. Für jede Wohnung, die wieder vermietet wird, muss eine
Wohnung weniger gebaut werden. Das spart der Stadt
Infrastrukturkosten und bremst Bodenversiegelung. Bürgermeister
Ludwig muss endlich eine Leerstandsabgabe durchsetzen, statt die
Bevölkerung über Gebühr zu belasten und bei den Ärmsten zu kürzen“,
so Prack abschließend.