Wien (OTS) – Die Frauenfriedensorganisation WILPF und die
Organisation ATTAC
führen gemeinsam eine Kampagne für Abrüstung und gegen
Militarisierung und Krieg durch.
WILPF kritisiert die einseitige Orientierung der österreichischen
Regierung auf die militärische Aufrüstung und fordert, dass ebenso
viele Mittel in eine gezielte Friedenspolitik investiert werden.
„ Konflikte zwischen Gruppen und Ländern mit gewalt-freien
Mitteln beizulegen ist das oberste Ziel der UN Charta, der Österreich
verpflichtet ist“, so Rosa Logar, Vorsitzende von Women’s
International League for Peace and Freedom (WILPF), der ältesten
Frauenfriedensorganisation weltweit.
„ Vorrangig den militärischen Weg zu gehen und
Milliardenauszugeben, die dringend für Soziales, Pflege,
Gleichstellung, Klimaschutz und Sicherung der Menschenrechte benötigt
werden, ist nicht zu rechtfertigen. Und junge Menschen darauf
vorzubereiten in den Krieg zu ziehen und zu verlangen, dass sie ihr
Leben riskieren, ist der falsche Weg, solange wir nicht mindestens
ebenso viele Mittel wie für Aufrüstung in die Vermeidung von Kriegen
und in aktive Friedenpolitik investieren“, so Logar weiter. „Wir
fordern die Regierung dringend auf, statt Wehrdienste zu verlängern
rasch mit der Erstellung und Implementierung einer umfassenden und
langfristigen Friedensstrategie zu beginnen .“
Dazu gehört eine umfassender Sicherheitsbegriff, der die soziale,
ökologische und menschenrechtliche Sicherheit aller in Österreich
lebenden Menschen einbezieht. Dazu gehören auch vielfältige
diplomatische, zivile, zivilgesellschaftliche, soziale, ökonomische
und politische Strategien um die Ursachen von kriegerischen
Eskalationen zu bekämpfen und Kriege zu verhindern.
Internationalen Recht und die multi-laterale Zusammenarbeit ALLER
Mitglieder in den Vereinten Nationen müssen gestärkt werden, damit
nicht das Recht siegt und nicht das Recht der Stärkeren! Österreich
bewirbt sich 2026 für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat
der Vereinten Nationen. Das erfordert eine starke und umfassende
Friedenspolitik mit ausreichenden Ressourcen. In die Erstellung und
Umsetzung einer umfassenden Friedenpolitik zur Vermeidung von Kriegen
müssen laut „Frauen, Frieden und Sicherheit-Agenda“ der Vereinten
Nationen auch Frauenfriedensorganisationen einbezogen werden.
„ Wir fordern 500 Millionen Euro für Friedensarbeit und
Friedenspolitik sowie eine Friedensministerium und die Einbeziehung
von Frauen- und Friedensorganisationen “, so Rosa Logar von WILPF
Austria.
Heute Donnerstag, 29. Jänner 2026 findet als Teil der Kampagne
gegen Aufrüstung und Krieg eine Veranstaltung zum Thema „Bildung.
Militarisierung.Gender“ statt, bei der dieses Thema mit ExpertInnen
aus dem Schul- und Friedensbereich diskutiert wird. Siehe Programm im
Anhang. Alle ExpertInnen stehen für Interviews bereit.
Kontakte für Presse:
WILPF Austria: Rosa Logar e-mail: [email protected] Tel. 0664 /
311 94 58
ATTAC: Max Hollweg, Tel. 0677 627 36 481.