Wien (OTS) – In den vergangenen Wochen haben die
GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und
das Younion Team Gesundheit zahlreiche Rückmeldungen von
Pflegekräften aus mehreren Bundesländern erhalten. Inhalt dieser
Rückmeldungen waren unrichtige Auskünfte durch Berater:innen der
Pensionsversicherung zur Anerkennung von Schwerarbeit in der Pflege
ab 1. Jänner 2026.
Konkret wurde Pflegekräften wiederholt mitgeteilt, dass eine
Anerkennung als Schwerarbeiter:in ausschließlich bei Schicht- oder
Nachtarbeit möglich sei. Diese Aussage ist nicht korrekt.
Das zuständige Ministerium hat dazu rasch und eindeutig Stellung
bezogen und bestätigt:
Auch Pflegekräfte im reinen Tagdienst gelten als
Schwerarbeiter:innen im Sinne der Schwerarbeitsverordnung , sofern
sie überwiegend pflegerische Tätigkeiten ausüben. Eine Einschränkung
besteht lediglich dann, wenn die Tätigkeit überwiegend im
administrativen oder verwaltungstechnischen Bereich liegt.
Der Unterschied zwischen Schicht- und Tagdienst liegt
ausschließlich in der Anzahl der erforderlichen Arbeitstage:
– Pflegekräfte im Schichtdienst müssen ihre Schwerarbeit an 12
Arbeitstagen pro Monat erbringen,
– Pflegekräfte im reinen Tagdienst an 15 Arbeitstagen pro Monat .
„Es ist wichtig, dass Pflegekräfte korrekt informiert werden. Die
rasche Klarstellung durch das Ministerium zeigt eindeutig, dass auch
Pflege im Tagdienst als Schwerarbeit anerkannt wird. Falsche
Auskünfte verunsichern die Beschäftigten unnötig und dürfen nicht
weiter vorkommen“, betont Reinhard Waldhör, Vertreter der GÖD-
Gesundheitsgewerkschaft.
Auch Edgar Martin vom Younion Team Gesundheit unterstreicht die
Bedeutung korrekter Beratung:
„Pflege ist Schwerarbeit – unabhängig davon, ob sie im
Schichtdienst oder im Tagdienst geleistet wird. Wir erwarten von der
Pensionsversicherung, dass ihre Berater:innen umgehend geschult
werden und Pflegekräfte künftig verlässlich und rechtskonform
beraten.“
Die GÖD-Gesundheitsgewerkschaft und das Younion Team Gesundheit
fordern die Pensionsversicherung daher ausdrücklich auf, die
unrichtigen Beratungen umgehend zu beenden, interne Schulungen rasch
umzusetzen und für eine einheitliche, korrekte Information aller
Pflegekräfte zu sorgen.