Wien (OTS) – Das BRZ setzt als Kompetenzzentrum für die
Digitalisierung der
Bundesverwaltung auch 2026 zahlreiche Digitalisierungsvorhaben seiner
Kunden um und nutzt dabei weiterhin verstärkt Künstliche Intelligenz
sowie die souveräne digitale Infrastruktur des BRZ-eigenen
Rechenzentrums. Roland Ledinger, BRZ-Geschäftsführer betont, dass
neben generativer KI 2026 Agentic KI in den Fokus rücken wird – also
Systeme, die Aufgaben autonom planen und ausführen. Zugleich wächst
der Bedarf an spezialisierten Large Language Models (LLMs) für
konkrete Verwaltungsaufgaben. „Wir werden in diesem Jahr nicht nur
generative KI sehen, also KI, die nach gezielter Aufforderung neue
Inhalte erstellen kann, sondern auch Agentic KI, die autonom agiert,
um Aufgaben selbstständig zu planen und auszuführen. Außerdem geht
der Trend zu mehr speziellen branchen- oder bereichsspezifischen
Large Language Models, was auch in der Verwaltung seinen Niederschlag
finden wird“ , so Roland Ledinger.
Zwtl.: KI im BRZ: Von der Organisation bis zur Infrastruktur
Das BRZ stellt sich als KI-Organisation auf: Ein interner KI
Personal Assistant macht generative KI im Unternehmen breit nutzbar
und stärkt die Mitarbeiter:innen-Expertise. Ein umfassendes
Schulungsprogramm hilft intern beim Know-how-Aufbau zum Thema KI. Die
neue Technologie unterstützt u. a. bei administrativen Abläufen sowie
bei der Software-Entwicklung. Für besonders vertrauenswürdige Daten
baut das BRZ eine souveräne KI-Basis mit eigenem LLM auf.
Zwtl.: Anwendungen und Unterstützung des Regierungsprogramms
Die KI-Expertise fließt in Kundenprojekte ein, etwa zur
Unterstützung parlamentarischer Anfragen, bei denen aus bereits
vorhandenen früheren Antworten und neuem Material Vorschläge
generiert werden können. Mit Prozessautomatisierung und KI
unterstützt das BRZ die Bundesverwaltung angesichts
Pensionierungswellen und Budgetdruck: Ziel sind Effizienzsteigerungen
im Betrieb und der Fokus auf prioritäre Projekte. Ledinger betont:
„In allen Fällen, wo KI im Spiel ist, ist aber immer wichtig, dass
stets der Mensch als User im Mittelpunkt steht und die letzte
Entscheidung über das Ergebnis trifft und dass die Datenverarbeitung
sicher erfolgt.“
Zwtl.: Ausblick 2026
Daten und Sicherheit bleiben zentral. KI wird in nahezu jedem
Projekt spürbar – von Handschriften-Erkennung über Übersetzungen bis
zu Zusammenfassungen großer Datenmengen. Entscheidend ist, Expertise
und Technik im Unternehmen zu verankern – um Abhängigkeiten von
internationalen Konzernen zu reduzieren.
Zwtl.: Digitale Souveränität
Souveränität bedeutet Wahlfreiheit und Alternativen: Ein Mix aus
Open-Source und Kauf-Software erhöht die Resilienz, sofern
Organisationen eigene Skills aufbauen. „Letztlich brauche ich einen
gewissen Mix aus Open Source und Kauf-Software sowie einen
europäischen Fokus, um eine Resilienz im Sinne der digitalen
Souveränität sicherzustellen“ , so Ledinger.
Zwtl.: Europaweit standardisieren
Verwaltungsprozesse sind grenzüberschreitend. Für echte
Interoperabilität braucht es gemeinsame Standards und homogenere
Verfahren. In der europäischen Allianz EURITAS treibt das BRZ die
Standardisierung für Cybersecurity, Cloud-Nutzung und KI voran –
inklusive Richtlinien und technischen Vorgaben für LLM-basierte
Services. „Wenn wir ein LLM im BRZ betreiben, spricht nichts dagegen,
dass das auch eine andere europäische Verwaltung nutzt. Das setzt
gemeinsame Standards und homogenisierte Infrastrukturen und die
Anpassung der bestehenden Zusammenarbeitsmodelle voraus. So können
wir auch die digitale Souveränität vorantreiben. Mit 15 EURITAS-
Mitgliedsorganisationen aus 12 Ländern haben wir auch das Potential,
nachhaltig in Europa zu wirken“ , so Ledinger.