Neuer Rekordwert bei PET to PET

Müllendorf (OTS) – –

33.675 t hochwertige PET-Getränkeflaschen wurden 2025 erfolgreich
recycelt – das entspricht einer Steigerung des Produktionsvolumens
von rund 7 % im Vergleich zum Vorjahr (2024: 31.354 t) und einem
neuen Allzeithoch

Herausfordernde Rahmenbedingungen: Auf eine anfänglich kräftige
Steigerung der Verarbeitungsmenge durch Einwegpfandsysteme in EU-
Nachbarländern sowie in Österreich folgte Kaufzurückhaltung im
zweiten Halbjahr

Preisunterschiede zwischen Primär- und Sekundärware sowie
zunehmende Billigimporte von Sekundärrohstoffen aus Nicht-EU-Ländern
sind ein wachsendes Problem

Investitionen am Unternehmensstandort: Hochwertiges
Metallabscheidungssystem für Erkennung und Entfernung von
Verunreinigungen durch Getränkedosen sowie ein neues 140 m³ großes
Silo für weitere Lagerkapazitäten erfolgreich in Betrieb genommen

Ausblick 2026: Weitere Automatisierungsschritte in der
Waschanlage und Anlagenbeschickung geplant

Nach einem leicht rückläufigen Produktionsvolumen 2024 zieht die
PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz im burgenländischen
Müllendorf eine erfolgreiche Bilanz für das Geschäftsjahr 2025:
33.675 t PET-Material – das entspricht 1,34 Mrd. PET-Getränkeflaschen
– wurden in Österreich erfolgreich im Bottle-to-Bottle-Kreislauf
gehalten. Das bedeutet eine Steigerung von rund 7 % im Vergleich zum
Vorjahr (2024: 31.354 t) und einen neuen Rekordwert gegenüber der
Recyclingmenge 2022 (32.900 t). Ausschlaggebend dafür ist laut
Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET, die Einführung
von Einwegpfandsystemen in europäischen Nachbarländern wie Ungarn und
Slowakei sowie Anfang des vergangenen Jahres in Österreich: „ Die
Umstellung führte zu einer kräftigen Steigerung der
Verarbeitungsmenge, die jedoch im Laufe des zweiten Halbjahres
merkbar zurückgegangen ist. Mitverantwortlich dafür war die
Kaufzurückhaltung der heimischen Konsument:innen – diese Beobachtung
konnte bereits in anderen EU-Ländern im Zuge der Einführung von
Pfandsystemen gemacht werden. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit
erwarten wir die Rückkehr zur Ausgangslage, wie das auch in anderen
Märkten bereits der Fall war.“

Zwtl.: Erschwerte Rahmenbedingungen für Recycling-PET

Trotz des neuen Recyclinghöchstwerts sieht sich die Branche mit
zunehmend erschwerten Bedingungen konfrontiert, die einer gut
funktionierenden Kreislaufwirtschaft in Österreich entgegenwirken: „
Es besteht derzeit wieder ein sehr großer Abstand zwischen Primär-
und Sekundärrohstoffen. Die kostengünstigere Neuware wird in Europa
wieder vermehrt eingesetzt. Entgegen diesem Trend wurden die
Einsatzquoten von Sekundärware in Österreich auf hohem Niveau
gehalten“ , so Strasser. Thomas Billes, Geschäftsführer von PET to
PET, ergänzt: „Ein zusätzliches Problemfeld stellen zunehmende
Billigimporte von Sekundärrohstoffen aus Nicht-EU-Ländern dar. Auch
wenn uns im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung der
Verarbeitungsmenge gelungen ist, hat sich der Absatzmarkt nicht im
gleichen Ausmaß entwickelt. Hier lagen wir um drei Prozent hinter dem
Ergebnis von 2024. Dieser Umstand führte kurzfristig zu einem
Lageraufbau.“

Neben der Stabilisierung nach der Umstellungsphase auf das
Einwegpfandsystem erwartet die PET to PET-Geschäftsführung für das
Jahr 2026 wieder eine steigende Nachfrage nach PET-Recyclaten sowie
einen substanziellen Aufwärtstrend in Österreich und Europa.

Zwtl.: Investitionsmaßnahmen am Unternehmensstandort

Im zweiten Halbjahr 2025 erfolgten mit den Veränderungen vom
Gelben Sack und der Gelben Tonne auf das Pfandsystem auch
Umstellungen am Produktionsstandort in Müllendorf. Durch die Sammlung
einer reinen Getränkeverpackungsfraktion von PET-Flaschen und Dosen
musste im Bereich der Erkennung und Entfernung von metallischen
Verunreinigungen durch Getränkedosen nachgerüstet werden. So wurde
eine hochwertige Metallabscheidung sowohl im Bereich der
Flaschensortierung als auch am Ende des Waschvorganges, bei dem die
bereits zerkleinerten Flaschenteilchen (Flakes) nachsortiert werden,
erfolgreich in Betrieb genommen.

Die Errichtung eines weiteren 140 m³ großen Silos schuf
zusätzlichen Platz für die Zwischenlagerung des PET-Recyclats in
Granulatform. Darüber hinaus wurde eine bestehende Lagerfläche von
ca. 2.500 m² mit einer Überdachung ausgestattet, die eine zukünftige
Erweiterung der bereits installierten PV-Anlage von aktuell 1,2 MWp
um weitere 250 kWp ermöglicht.

Zwtl.: PET to PET: Ausblick 2026

Für das neue Geschäftsjahr sind bei PET to PET weitere Schritte
vorgesehen, um die Automatisierung in der Waschanlage zu erhöhen. Das
bedeutet, dass zukünftig die Öffnung der mit Stahldraht gebundenen
Flaschenballen automatisch erfolgen soll. Damit wird einer der
anstrengendsten und risikoreicheren Arbeitsbereiche verbessert. In
den kommenden Jahren ist auch eine höhere Automatisierung bei der
Anlagenbeschickung geplant. Dadurch sollen künftig Effizienz sowie
Wettbewerbsfähigkeit gesteigert und das künftige Geschäft nachhaltig
abgesichert werden.

Über PET to PET Recycling Österreich GmbH

Die österreichische Getränkeindustrie trägt mit der PET-Recycling
Anlage in Müllendorf der gemeinsam von Lebensministerium,
Wirtschaftskammer, Handel sowie Abfallwirtschaft unterzeichneten
Nachhaltigkeitsagenda Rechnung, die unter anderem ein zielgerichtetes
ökologisches Recycling von PET-Flaschen in Österreich vorsieht.
Betrieben wird die Anlage von der PET to PET Recycling Österreich
GmbH, an der die Unternehmen Coca-Cola HBC Austria GmbH, Egger
Getränke GmbH & Co OG, Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG, S. Spitz GmbH
und Vöslauer Mineralwasser GmbH beteiligt sind. Bei PET to PET werden
die angelieferten PET-Flaschen – nach händischer Begutachtung und
Sortierung – in einer Mühle zu Flakes zerkleinert und im Anschluss
gewaschen. Danach kommen in Müllendorf die aktuell modernsten
Aufbereitungsverfahren zum Einsatz. In zwei verschiedenen
Verarbeitungslinien produziert man entweder PET-Flakes oder PET-
Granulat – jeweils in höchster lebensmitteltauglicher Qualität. Beide
Recyclatformen werden – je nach spezifischen Produktionsanforderungen
und um einen möglichst hohen Recyclatanteil zu erreichen – bei der
Herstellung neuer PET-Getränkeflaschen verwendet. Weitere
Informationen: www.pet2pet.at