Wien (OTS) – „Die Bundesregierung arbeitet gerade an einer Entlastung
der Menschen
von der Teuerung. Da muss auch Schluss sein mit den laufenden
Frontalattacken gegen den Sozialstaat und damit gegen die Menschen“,
sagt AK Direktorin Silvia Hruška-Frank zu den auch dieses Wochenende
in Medien vorgetragenen Vorschlägen zur Senkung der Lohnnebenkosten.
Denn dabei geht es um die Kürzung wichtiger Sozialstaatsbeiträge, mit
denen die Kernleistungen unseres Sozialwesens wie Leistungen bei
Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit oder solche für Familien
finanziert werden. Und am Ende zahlen sich die Beschäftigten ihre
vermeintliche „Entlastung“ selbst.
Von einer Entlastung von Arbeitnehmer:innen zu sprechen, ist eine
bewusste Irreführung, so die AK Direktorin. Denn die Senkung der
Sozialstaatsbeiträge wandert zuerst einmal in die Taschen der
Unternehmen. Die Arbeitnehmer:innen müssen für die Einnahmenausfälle
einspringen, weil sie 80 Prozent des Budgets finanzieren, während
ihnen gleichzeitig Kürzungen der Sozialleistungen drohen.
Hruška-Frank: „Damit ist die Senkung der Lohnnebenkosten ein
trojanisches Pferd für arbeitende Menschen: Statt der versprochenen
Entlastung würden sie doppelt zur Kasse gebeten.“