19. Raiffeisen Energiespartag in Niederösterreich und Wien

St. Pölten (OTS) – „Die billigste Energie ist die, die man gar nicht
verbraucht. Denn
Energie sparen, heißt Kosten sparen“, sagte LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf am heutigen Freitag bei einem Pressegespräch in der
Biogasanlage Fuchsluger in Aschbach-Markt zum 19. Raiffeisen
Energiespartag in Niederrösterreich und Wien.

„In Niederösterreich haben wir seit 2015 bilanziell 100 Prozent
Strom aus erneuerbarer Energie, die Zahl der PV-Anlagen hat sich in
den letzten drei Jahren auf insgesamt 160.000 verdoppelt. Seit 2005
haben wir den CO2-Ausstoß in Niederösterreich um 26 Prozent
reduziert, gleichzeitig ist das Wirtschaftswachstum um 40 Prozent
gestiegen, die Wertschöpfung liegt bei 1,6 Milliarden Euro“, betonte
dabei Pernkopf.

Die Energiekosten bringe man nur über den Stromverbrauch und die
Tarife in den Griff, meinte der LH-Stellvertreter und verwies
zunächst auf die Energieberatung NÖ: „Seit 2005 hat sie bereits
300.000 Beratungen durchgeführt, allein im Vorjahr über 16.000. Mit
von 80.000 Beteiligten getragenen 1.800 Energiegemeinschaften liegt
Niederösterreich auch hier an der Spitze.“

Hinsichtlich der Stromtarife sagte Pernkopf: „Die Kostenvorteile
der erneuerbaren Energie müssen von den Energiebetreibern
weitergegeben werden, wie durch die EVN. Durch die Tarifsenkung ist
heute ein Schritt gelungen, um das Leben wieder leicht zu machen. Am
Ende zählt, was auf der Rechnung steht und das muss weniger werden,
dafür kämpfe ich.“

Martin Hauer, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien,
sprach von der absoluten Kundenzentrierung seines Unternehmens, das
dementsprechend auf die Bedürfnisse der Menschen wie Energie,
Nachhaltigkeit und Wohnen eingehe: „Die gut angenommenen
Energiespartage gehen weit über das reine Bankgeschäft hinaus und
reichen von der Gartenberatung bis zu Sanierungscoaches. Unser
Gesamtpaket enthält viele innovative Maßnahmen vom eigenen
Stromvertrag bis zu den Energiegemeinschaften.“

Auf die neu gegründete Energiegemeinschaft Region Ybbstal bezog
sich auch Georg Berger, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Ybbstal:
„Unsere Mitglieder profitieren dreifach. Sie beziehen sauberen Strom
aus der Region, sparen sich 28 Prozent der Netzkosten und
unterstützen eine nachhaltige Energiezukunft im Ybbstal.“

Florian Fuchsluger verwies auf die Errichtungszeit von 13 Monaten
des um 25 Millionen Euro errichteten Gebäudes: „In der Anlage werden
jährlich 15 bis 18 Gigawattstunden Biogas produziert. Damit können
rund 1.200 Haushalte in der Region versorgt und etwa 5.200 Tonnen CO2
eingespart werden. Wir zeigen, dass nachhaltige Kreislaufwirtschaft
technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.“

Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Pernkopf unter 02742/9005-
12704, Jürgen Maier, und e-mail [email protected] .