Wien (OTS) – Auch in der heutigen fünften Verhandlungsrunde für die
über 90.000
Beschäftigten der IT konnte keine Einigung zwischen den
Sozialpartnern erzielt werden. Die Arbeitgeber weigern sich weiterhin
ein Angebot zur Erhöhung der IST-Gehaltssumme vorzulegen. „Diese
Vorgehensweise ist ein Schlag ins Gesicht aller Kolleginnen und
Kollegen. Gerade für eine Branche wie die IT, die besser durch die
Krise gekommen ist als die Gesamtwirtschaft und in der das Knowhow
und der Einsatz der Beschäftigten so zentral sind, ist das absolut
inakzeptabel“, betont Sandra Steiner, Verhandlungsleiterin der
Gewerkschaft GPA.
Bereits gestern haben sich tausende Beschäftigte vor der
Wirtschaftskammer versammelt, um für einen fairen Abschluss
einzutreten. Nun werde man in Betriebsversammlungen in ganz
Österreich über weitere gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen beraten:
„Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie bereit sind für einen
gerechten Abschluss zu kämpfen. Nun werden wir unsere Maßnahmen
weiter ausweiten“, so die Gewerkschafterin. Immerhin sollte der neue
Kollektivvertrag bereits mit Beginn des Jahres gelten: „Wir spüren
jeden Tag, dass das Leben teurer wird, egal ob bei Miete, Strom oder
im Supermarkt. Was es jetzt braucht, ist Planbarkeit und Stabilität
für beide Seiten und keine weiteren Hinhaltetaktiken!“, appelliert
Steiner abschließend.