Straßburg/Wien (OTS) – Nach der Annahme des Entschließungsantrags zur
weiteren Verzögerung
des Mercosur-Abkommens reagiert die NEOS-Abgeordnete im Europäischen
Parlament, Anna Stürgkh, mit scharfer Kritik: „Diese Entscheidung ist
ein fatales Signal. Während die Welt immer unsicherer wird,
entscheidet sich Europa erneut fürs Zögern statt fürs Handeln. Wer
Mercosur jetzt weiter verzögert, schwächt Europas Position und
schadet unserer Heimat Österreich!“
Stürgkh fordert die Europäische Kommission nun zu konkreten
Schritten auf: „Wenn Europa handlungsfähig bleiben will, muss die
Kommission jetzt die vorläufige Anwendung des
Mercosur-Abkommens vorbereiten und auf den Weg bringen. Das EU-Recht
bietet diese Möglichkeit – man muss sie nur nutzen.“
Stürgkh warnt vor den strategischen Folgen der Entscheidung: „Es
geht hier nicht um juristische Detailfragen, sondern um Macht,
Einfluss und Glaubwürdigkeit. Jeder zusätzliche Aufschub spielt jenen
in die Hände, die Europas Rolle in der Welt gezielt zurückdrängen
wollen. Russland, China und die USA stehen bereit – wenn Europa
zögert, übernehmen andere.“
Besonders kritisch sieht Stürgkh den politischen Reflex,
Verantwortung zu vertagen: „Mit immer neuen Prüfaufträgen kauft man
keine Zeit – man verspielt sie. Mercosur ist eine strategische
Chance. Wer sie blockiert, trägt Mitverantwortung dafür, dass Europa
an Gewicht verliert.“
Abschließend stellt Stürgkh klar: „Handlungsfähigkeit ist keine
Option, sondern eine Notwendigkeit. Europa muss gestalten – oder es
wird gestaltet.“