Wien (OTS) – Heute hat das Europäische Parlament erneut über seine
Position zur
Überarbeitung der EU-Fluggastrechte abgestimmt. Notwendig wurde
dieser Schritt, weil in den Trilogverhandlungen keine Einigung mit
dem Rat erzielt werden konnte. Nach der heutigen Abstimmung geht das
Dossier in den Vermittlungsausschuss, wo Parlament und Rat erneut
versuchen werden, einen Kompromiss zu finden. SPÖ-EU-
Delegationsleiter und verkehrspolitischer Sprecher Andreas Schieder
macht dabei die Position des Parlaments deutlich: „Der Vorschlag des
Rates, die Entschädigungsschwelle bei Flugverspätungen von drei auf
vier bis sechs Stunden anzuheben, ist eine rote Linie. Eine solche
Änderung würde rund 80 Prozent der heutigen Entschädigungsansprüche
zu Fall bringen. Das wäre nichts anderes als eine Bruchlandung für
den europäischen Verbraucherschutz. Statt Rückschritte braucht es
endlich echte Verbesserungen für Reisende in Europa. Unser Ziel ist
es, die Regeln an die Realität des heutigen Flugverkehrs anzupassen.
Das bedeutet konkret: Die Drei-Stunden-Grenze für Entschädigungen
muss bestehen bleiben. Handgepäck muss Teil eines jeden
Standardtickets sein. Und Entschädigungen müssen endlich einfach,
schnell und möglichst automatisch ausbezahlt werden. Sollten einige
Mitgliedsstaaten nicht bereit sein, von ihrer Linie abzurücken,
bleibt am Ende nur der Status quo. Das würde zwar Verschlechterungen
verhindern, aber auch dringend notwendige Verbesserungen blockieren.“
Andreas Schieder zeigt sich zugleich erfreut, mit Verkehrsminister
Peter Hanke einen starken Verbündeten im Rat an seiner Seite zu
haben. ****
Verkehrsminister Peter Hanke sagt: „Es darf keinen Rückschritt
bei Passagierrechten geben. Stattdessen werden wir uns in Brüssel
weiterhin für ein verbessertes Regelwerk einsetzen, das für beide
Seiten – Passagiere und Airlines – praktische Fortschritte bringt.“ (
Schluss) bj