FW-Langthaler: Freunderl- und Vetternwirtschaft hat in der Wirtschaftskammer keinen Platz!

Wien (OTS) – Die aktuellen Berichte über fragwürdige
Personalbesetzungen im Umfeld
der Wirtschaftskammer Wien erschüttern das Vertrauen der Unternehmer
einmal mehr. Dass ausgerechnet der Präsident der Wirtschaftskammer
Wien, Walter Ruck, im Zentrum eines Posten- und
Vetternwirtschaftsskandals steht, ist kein Einzelfall, sondern
Ausdruck eines über Jahre gewachsenen Systems, das von
parteipolitischen Netzwerken und Machtlogiken geprägt ist.

Wenn familiäre Nähe, persönliche Loyalitäten oder
parteipolitische Zugehörigkeit offenbar schwerer wiegen als
Qualifikation, Leistung und Verantwortung, ist eine klare Grenze
überschritten. Eine Interessenvertretung, die von hunderttausenden
Unternehmern finanziert wird, hat höchsten Ansprüchen an Transparenz
und Integrität zu genügen. Die Freiheitliche Wirtschaft schließt sich
daher der Forderung nach dem Rücktritt von Walter Ruck an.

Gleichzeitig richtet die Freiheitliche Wirtschaft eine klare
Erwartung an die Präsidentin der Bundeswirtschaftskammer, Martha
Schultz. Bloßes Prüfen, Abwarten oder Aussitzen reicht nicht aus. Es
braucht vollständige Aufklärung, klare Konsequenzen und einen
verbindlichen Reformfahrplan für eine moderne, transparente und
freiwillige Unternehmerinteressenvertretung. Die Frage ist nicht
mehr, ob Reformen notwendig sind, sondern warum sie seit Jahren
blockiert werden!

Für FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler zeigt der aktuelle
Fall erneut, wie überfällig eine grundlegende Reform der
Wirtschaftskammer ist. Denn Unternehmer haben genug von Privilegien,
Postenschacher und Machtspielen auf ihre Kosten. Sie finanzieren
dieses aufgeblähte System zwangsweise und haben daher ein Recht auf
Sauberkeit, Fairness und eine echte Interessenvertretung statt
Kammerpolitik im Selbstbedienungsladen.