Jetzt zeichen Setzen: Sicherheit darf kein Privileg sein!

Wien (OTS) – 81 Jahre nach dem Ende der Shoah sind Jüdinnen und Juden
noch immer
nicht sicher. Jede Synagoge, jede Schule und jede Veranstaltung
benötigt ein Sicherheitskonzept, weil man mit dem Schlimmsten rechnen
muss.

Anschläge wie jener am Bondi Beach in Sydney zeigen, wie
vulnerabel jüdisches Leben nach wie vor ist. Trotz aller
Sicherheitsbemühungen kommt es jedes Jahr zu tödlichen Anschlägen in
Europa und auf der ganzen Welt. Den Berichten zufolge steigt der
Antisemitismus jedes Jahr an – Jüd:innen werden bedroht, verfolgt,
belästigt, attackiert.

Für Rom:nja und Sinti:zze ist die Bedrohung ebenso real.
Anschläge wie jener in Oberwart, aber auch die massive
Diskriminierung von staatlicher Seite verdeutlichen das. Wir
beobachten derzeit in fast allen unserer Nachbarländer einen
geschichtlichen Rückschritt, sowieso schon bestehende soziale
Benachteiligung verschlimmert sich zu unmenschlichen Zuständen.

Im Jahr 2026 stellt sich daher immer noch die Frage, warum das
Leben jener Minderheiten, die in Europa verfolgt und beinahe
ausgelöscht wurden, noch immer in Gefahr ist. Denn: Sicherheit darf
kein Privileg sein!

Anlässlich des International Holocaust Remembrance Day am 27.
Jänner 2026 rufen wir daher als Bündnis „JetztZeichenSetzen“ zur
Gedenkkundgebung um 17:00 Uhr am Heldenplatz auf, um den in der Shoah
ermordeten Jüdinnen und Juden sowie den im Porajmos ermordeten
Rom:nja und Sinti:zze zu gedenken.

Niemals vergessen!