Hamburg/Köln (OTS) – Ideenpower, Teamspirit, Zukunftsoptimismus: Mehr
als 250 vornehmlich
junge Teilnehmende aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft,
Medien und Unternehmen sind im Rahmen der zweiten Phase des Projekts
Zuversicht zum Ende letzten Jahres zusammengekommen, um folgenden
Fragestellungen auf den Grund zu gehen: Wie stärken wir politische
Partizipation und Vertrauen in Institutionen? Wie kann der
Journalismus wieder mehr Selbstwirksamkeit bei den Menschen bewirken?
Und wie können Unternehmen gesellschaftliche Teilhabe und Zuversicht
fördern? Unterstützt wurden die Teilnehmenden dabei von erfahrenen
Coaches und Expertinnen und Experten. Nach drei sogenannten Ideathons
voller Energie, Pitches, verworfener und realisierter Ideen und
intensiver Arbeitsphasen stehen die Finalistinnen und Finalisten
fest.
Das „Projekt Zuversicht“ wurde Anfang letzten Jahres vom
Marktforschungsunternehmen rheingold salon, der Nachrichtenkompetenz-
Initiative #UseTheNews und dem gemeinnützigen Verein Initiative 18
e.V. ins Leben gerufen. Herzstück des Projekts ist eine umfassende
Studie*, die im Mai 2025 veröffentlicht wurde. Diese hat wichtige
Erkenntnisse zu den Gründen geliefert, warum in weiten Teilen der
Bevölkerung so viel Zutrauen und Zuversicht verloren gegangen sind. (
Projekt-Phase 1). Drei Ideathons, bei denen die Teilnehmenden in
einem jeweils zweitägigen Barcamp-Format neue Ansätze für die
Handlungsfelder „Politik & Parteien“, „Journalismus & Medien“ und
„Marken & Unternehmen“ erarbeitet haben, setzen auf der Studie auf.
Die Siegerteams nehmen am 23. & 24. April 2026 an einem sogenannten
Megathon beim rheingold salon in Köln teil, bei dem die besten Ideen
zu umsetzungsreifen Projekten weiterentwickelt werden sollen. (
Projekt-Phase 2). Ermöglicht wurden beide Projekt-Phasen durch
zahlreiche namhafte Partner.**
Die Finalistinnen und Finalisten im Einzelnen:
Ideathon „Politik & Parteien“
Platz 1
Reversed Politics: Die Bühne gehört der Jugend, die
Politikerinnen und Politiker hören zu: Reversed Politics dreht die
klassische Podiumsdiskussion um. In diesem Projekt entwickeln
Schülerinnen und Schüler über Umfragen und Projekttage konkrete Ideen
zur Verbesserung ihres Alltags in den Landkreisen. Gemeinsam mit
Politikerinnen und Politikern analysieren sie anschließend, wie sich
diese lokalen Projekte tatsächlich umsetzen lassen.
Platz 2
Social Map: Wer kennt eigentlich noch seine Nachbarinnen und
Nachbarn? Social Map stellt die Frage nach Zusammenhalt in der
Nachbarschaft und liefert die Antwort gleich mit. Die Plattform
bricht Filterblasen auf, macht gemeinschaftliches Miteinander im
direkten Umfeld erlebbar und gibt Bürgerinnen und Bürgern die
Möglichkeit, Mängel in ihrer Lebenswelt zu dokumentieren und direkt
an die Verwaltung zu melden.
Platz 3
Wie EU ist deine Stadt?: Europa ist weit weg in Brüssel? Von
wegen! „Wie EU ist deine Stadt?“ macht die Europäische Union direkt
vor der Haustür erlebbar. Mit kreativen Kampagnen und Plakataktionen
zeigt das Projekt, was sich durch die EU konkret Positives im Alltag
tut: vom geförderten Kulturcafé bis zur modernisierten Schülermensa.
Ideathon „Journalismus & Medien“
Platz 1
Media Buddies : Ein Matching-Format, das Bürgerinnen und Bürger
und Journalistinnen und Journalisten verbindet – für gemeinsame
Recherchen, mehr Perspektiven und echten Dialog.
Platz 2
Überbrücke!: Ein generationsübergreifendes Videoformat, das die
Lebenswelten von Älteren und Jungen auf eine ganz neue Art und Weise
darstellen soll.
Platz 3
Check Doo: Eine spielerische App nach dem Motto „Tinder trifft
Duolingo“, die junge Menschen befähigt, KI Bilder und Fake News zu
erkennen.
Ideathon „Marken & Unternehmen“:
Platz 1
Zuvertising : Die Wortschöpfung kombiniert „Zuversicht“ und das
englische Wort für Werbung – „Advertsing“. Die Idee: Händlerinnen und
Händler werden dafür gewonnen, in ihren Märkten fünf Prozent der
Werbeflächen für Zuversichts- und Gemeinschafts-Inhalte zur Verfügung
zu stellen.
Platz 2
Society Connect: Azubis eines Immobilienunternehmens entwickeln
eine virtuelle und physische Plattform, die die Bewohnerinnen und
Bewohner von 160.000 Wohnungen aus der Anonymität holen und
miteinander vernetzen, so dass Gemeinschaftserleben und Zuversicht
entstehen können.
Platz 3
VerantwORTung heißt das Konzept für eine Plattform, die Menschen
so miteinander vernetzt, dass sie an konkreten Orten für die
verschiedenste Projekte zusammenfinden und gemeinschaftlich etwas
bewegen können.
Bewerbungsphase für Kreativ-Wettbewerb am 1. Januar angelaufen
Flankiert wird das Programm von einem Kreativ-Wettbewerb. Der
Branchenverband GWA und das Medienunternehmen Weischer rufen
gemeinsam junge Kreative auf, eine begleitende Kampagne für das
„Projekt Zuversicht“ zu konzipieren. Gesucht werden Kampagnenideen,
mit denen junge Zielgruppen wieder für verlässliche Nachrichten
begeistert werden können. Mehr dazu hier:
https://projektzuversicht.weischer.net
Jens Lönneker, Gründer & Geschäftsführer rheingold salon: „Alle
drei Ideathons haben gezeigt, wie viel Energie und positiver Spirit
entsteht, wenn man jungen Talenten den Raum gibt, im Dienste der
Gesellschaft konkrete Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten. Junge
Menschen suchen nach greifbaren Lösungen im direkten Umfeld – lokale
Selbstwirksamkeit ist dabei das Erfolgsrezept schlechthin gegen die
Vertrauenskrise in unserem Land.“
Meinolf Ellers, Geschäftsführer UseTheNews: „In der Vorbereitung
auf die Ideathons konnten wir feststellen, wie groß das Bedürfnis
nach gesellschaftlicher Veränderung und neuen Formen von
lösungsorientierten Kooperationen ist. Überall entstehen Initiativen,
viele haben Ideen und wollen sich beteiligen. Wichtig wird es sein,
all diese Akteure zu vernetzen, um sie für einen echten Aufbruch zu
bündeln. Ziel des Megathons wird es sein, die Siegerkonzepte der
Ideathons zu durchdachten und umsetzungsfähigen Projekten
weiterzuentwickeln.“
Manfred Kluge, Chairman der Omnicom Media Group und einer der
Gründer der Initiative18: „Ein dickes Danke an alle Partner, die uns
bei der Studie und den Ideathons in vielen Dimensionen unterstützt
haben. Das macht mich optimistisch, dass wir die tollen Ideen nach
Konsolidierung und Weiterentwicklung im Rahmen des kommenden
Megathons mit Hilfe der Wirtschaft, Politik und den Kommunen umsetzen
können. Unser Land braucht dringend mehr Zuversicht.“
* Weitere Ergebnisse der Studie: https://www.rheingold-
salon.de/de/news-publikationen/582
**Partner:
Das „Projekt Zuversicht“ wird von namhaften Unterstützern
getragen: Auf verschiedene Art und Weise haben sich folgende
Unternehmen, Verbände und Initiativen bei einzelnen Ideathons
eingebacht bzw. werden auch bei dem noch ausstehenden Megathon an
Bord sein: Avant Beiden, AVE Institut, congstar, Correctiv, DIE ZEIT,
Die Mediaagenturen, Funke Medien Gruppe, Gemeinnützige Hertie-
Stiftung, Gerolsteiner Brunnen, Hans-Böckler-Stiftung, Initiative D21
e.V., Konrad-Adenauer-Stiftung, NRWision, Politagents Consulting,
Prognos, ProSiebenSat.1, RMS, RTL Deutschland & RTL
Journalistenschule, TIDE – Hamburgs Bürger:innen-Sender und
Ausbildungskanal, TU Dortmund, twkpm – Gesellschaft für crossmediale
Kommunikation, VOCER, Weischer Media, Westermann Gruppe, Westfälisch-
Lippischer Landwirtschaftsverband e.V.
Bereits für die Studie gab es bereits ein breites Fundament an
namhaften Partnern, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre.
Konkret: Verbände (GWA, Die Media-Agenturen, OWM, Westfälisch-
Lippischer Landwirtschaftsverband), werbetreibende Unternehmen (Dr.
Oetker, REWE) sowie Medienhäuser & Vermarkter (ARD MEDIA, Funke
Medien Gruppe, Hubert Burda Media, Prisma Verlag, ProSiebenSat.1
Media, RMS Radio Marketing Service, RTL Deutschland und Weischer
Media).
#UseTheNews: Das bundesweite Projekt #UseTheNews geht der
Nachrichtennutzung und -kompetenz junger Menschen auf den Grund und
entwickelt neue Informations- und Bildungsangebote. Gemeinsam mit
zahlreichen Partnern aus Medien, Bildung und Forschung werden
Antworten auf die Frage gesucht, wie sich junge Menschen informieren
und wie sie besser mit journalistischen Nachrichten zu erreichen
sind.
Ansprechpartner für Interview-Anfragen, Bildmaterial, Charts
etc.:
Über #UseTheNews