Sima/Reinagl: Mehr Öffis für Wien! U2 Lina-Loos-Platz ist die 110. U-Bahn-Station

Wien (OTS) – Ab Montag, den 19. Jänner, eröffnet die neue U2-Station
„Lina-Loos-
Platz“ im 22. Bezirk. Die neue Öffi-Anbindung zwischen den Stationen
Aspernstraße und Hausfeldstraße erweitert die U2 von Seestadt bis
Karlsplatz von 20 auf 21 Stationen. Das Wiener U-Bahn-Netz wächst auf
insgesamt 110 Stationen. U2 Lina-Loos-Platz stärkt die
umweltfreundliche Anbindung der Donaustadt und des dynamisch
wachsenden Stadtentwicklungsgebiets Oberes Hausfeld. Bereits die
ersten Bewohner*innen werden so bestens an das Öffi-Netz angebunden.
Neue Fahrradgaragen in der U-Bahn-Station, begrünte Fassaden und eine
Photovoltaikanlange am Dach bringen noch mehr Nachhaltigkeit.

„Die neue U2-Station beim Lina-Loos-Platz versorgt ein wachsendes
Stadtviertel mit zukünftig 8.000 Bewohnerinnen und Bewohnern mit
einer attraktiven Öffi-Verbindung. Die neuen innovativen
Fahrradgaragen sorgen dafür, dass auch die Menschen, die bereits
jetzt hier im 22. Bezirk wohnen, die neue Station gut erreichen. Die
Anbindung U2 Lina-Loos-Platz kann damit den Autoverkehr reduzieren
und die Lebensqualität steigern. So entsteht erneut eine moderne
klimafreundliche Stadtentwicklung in Wien“, sagt Planungs- und
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Zwtl.: Ausbau der Station bei laufendem U2-Betrieb – Eröffnung ab 19.
Jänner

Bereits bei der Verlängerung der U2 bis in die Seestadt im Jahr
2013 wurde der Rohbau der Station im Oberen Hausfeld mitgebaut. Die
Arbeiten für den weiteren Ausbau starteten 2021 bei laufendem U2-
Betrieb. Dabei wurden die Stiegenaufgänge, der Mittelbahnsteig, zwei
Fahrradgaragen und zwei neue Aufzüge errichtet. Zusätzlich sorgen
über 70 Photovoltaikmodule am Dach für umweltfreundliche Energie. Die
Fassadenbegrünungen auf beiden Außenseiten des Stationsgebäudes
verbessern das Mikroklima. Mit der Fertigstellung aller Arbeiten hält
die U2 ab 19. Jänner beim Lina-Loos-Platz.

„Wie bereits in der Seestadt zeigt sich auch beim Lina-Loos-
Platz, wie entscheidend eine leistungsstarke Öffi-Anbindung ab der
ersten Stunde ist. Öffentliche Mobilität steht hier vom Start weg
allen zur Verfügung – den neuen Bewohner*innen ebenso wie den
Menschen, die im hier arbeiten oder am Aufbau des Stadtteils
beteiligt sind. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für einen
lebenswerten neuen Stadtteil“, so Monika Unterholzner,
stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke.

Das Stadtentwicklungsgebiet Oberes Hausfeld zählt zu den größten
Wachstumsräumen der Donaustadt. Auf rund 26 Hektar entsteht ein
urbanes Viertel mit 3.700 Wohnungen, Bildungs- und
Freizeiteinrichtungen, Arbeitsplätzen und großzügigen Grünräumen für
insgesamt 8.000 zukünftige Bewohner*innen. Mit der neuen U2-Station
Lina-Loos-Platz ist das neue Viertel von Beginn an das Wiener Öffi-
Netz angebunden.

„U2 Lina-Loos-Platz bringt noch mehr Öffi-Angebot in die
Donaustadt. Sowohl beim Bau als auch beim Betrieb ist uns die
Nachhaltigkeit besonders wichtig. Die neuen Fahrradgaragen sind eine
absolute Innovation und bieten die Möglichkeit, die letzte Meile
rasch und umweltfreundlich zurückzulegen. Der Name der Station ist
ein starkes Zeichen für mehr Sichtbarkeit von Frauen im öffentlichen
Raum. Ganz im Sinne von Lina Loos setzen wir bei den Wiener Linien
auf Chancengleichheit im Beruf: Wir bieten gleiche Bezahlung von
Frauen und Männern, die gezielte Förderung von Frauen in der Technik
und attraktive Karrierewege. Wir freuen uns, ab 19. Jänner mehr
Frauenpower ins U-Bahn-Netz zu bringen“, so Alexandra Reinagl,
Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien.

Zwtl.: Innovation: attraktive Fahrradgaragen für Öffi-Fahrgäste

Gleich zwei neue Fahrradgaragen, jeweils bei den
Stationszugängen, ergänzen das Mobilitätsangebot. Dort kann man sein
Fahrrad um nur Ꞓ 1,50 für bis zu 24 Stunden abstellen und einfach auf
die U2 umsteigen. „Den Abstelllatz für sein Fahrrad kann man ganz
einfach online über das Serviceportal von WIPARK buchen“, so WIPARK-
Geschäftsführer Ernst Machart. „Wir freuen uns, dass wir so zur
Entwicklung des Oberen Hausfeld beitragen können“, so WIPARK- Machart
weiter. Die kombinierte und nachhaltige Nutzung von Fahrrad und Öffis
wird dadurch noch komfortabler und attraktiver.

Zwtl.: Klimafitter Lina-Loos-Platz

Die neue U-Bahn-Station ist nicht nur ein weiterer wichtiger
Baustein für klimafreundliche Mobilität, die Gestaltung des Umfeldes
wird auch dazu genutzt, den neuen Stadtteil zu begrünen und klimafit
zu machen. In den nächsten Jahren wird der an die U-Bahn-Station
angrenzende Lina-Loos-Platz mit über 50 neuen Bäumen, einem
Wasserspiel und großzügigen Grünflächen zu einer schattigen
Aufenthalts-Oase für Jung und Alt gestaltet.

Hohe Lebensqualität für alle Anrainer*innen soll hier von Anfang
an im Zentrum stehen. Deshalb werden alle Register klimafitter
Stadtgestaltung gezogen. Insgesamt werden am Lina-Loos-Platz rund
1.800 Quadratmeter Grünflächen errichtet. Dazu kommen noch rund 2.300
Quadratmeter, die mit sickerfähiger Pflasterung versehen werden. So
kann Regenwasser großflächig versickern, das fördert den natürlichen
Wasserkreislauf und sorgt durch die Verdunstung vor allem in der
warmen Jahreszeit für einen Kühlungseffekt. Die zahlreichen
Sitzgelegenheiten werden so angeordnet, dass sie zum Ausruhen und
Verweilen im Schatten der vielen neuen Bäume einladen. Ein großes
Wasserspiel bringt zusätzliche Abkühlung und jede Menge Spielspaß auf
dem Platz. So entsteht für die Bewohner*innen des neuen Stadtteils
ein begrüntes Wohnzimmer direkt vor der Haustüre.

Auch auf klimafreundliche Mobilität wird bei der Planung großer
Wert gelegt. Breite und baulich getrennte Radwege führen künftig
entlang von An den alten Schanzen und der U-Bahn-Trasse zur neuen U-
Bahn-Station. So kommen Radfahrer*innen sicher und komfortabel zur U2
bzw. zu den neuen Fahrradgaragen. Eine WienMobil Rad-Station wird
ebenfalls in den Lina-Loos-Platz integriert, bei der man sich
kostengünstig Leihräder ausborgen kann. Im Südwesten des Platzes –
unmittelbar neben der U-Bahn-Station – wird eine Bushaltestelle
errichtet. Das sorgt für kurze Wege beim Umsteigen und verbessert den
Komfort für Öffi-Nutzer*innen.

Zwtl.: Lina Loos (1882-1950) – Schauspielerin und Schriftstellerin

Benannt ist die neue Station nach Lina Loos (und dem
naheliegenden Lina-Loos-Platz), einer bedeutenden Wienerin der
Jahrhundertwende. Sie war von 1902 bis 1905 mit dem Architekten Adolf
Loos verheiratet. Die Beziehung zum bekannten Ehemann scheiterte,
Lina Loos tat als junge Frau den mutigen Schritt zur Scheidung. Sie
machte international sowie in ihrer Heimatstadt Karriere als
Schauspielerin und Schriftstellerin. Lina Loos setzte sie sich
intensiv mit dem Wien ihrer Zeit auseinander und gilt als Pionierin
weiblicher Emanzipation. Sie engagierte sich als Friedensaktivistin,
war Mitglied des Österreichischen Friedensrates sowie des Bundes
demokratischer Frauen und setzte sich zeitlebens für Frieden,
Abrüstung, gegen Neofaschismus und für die Rechte von Frauen ein.

Frauen sind in der Wiener Stadtbenennung noch deutlich
unterrepräsentiert: Laut einer Analyse des European Data Journalism
Networks aus dem Jahr 2023 entfallen rund 90 % der Straßennamen auf
Männer. Die Stadt Wien setzt gezielt Gegenmaßnahmen: So werden zum
Beispiel in der Seestadt Aspern alle neuen Straßen nach Frauen
benannt. Auch im U-Bahn-Netz sind deshalb der Namensgebung der
Umgebung folgend, derzeit erst zwei Stationen nach Frauen benannt: U4
Margaretengürtel (nach der Märtyrerin Margareta von Antiochia) und U6
Längenfeldgasse (nach Wohltäterin Josefine Haas von Längenfeld-
Pfalzheim). Mit der Station U2 Lina-Loos-Platz kommt nun eine weitere
bedeutende Wienerin ins Stadtbild.

„Mit dem Oberen Hausfeld entsteht derzeit eines der wichtigsten
Stadtentwicklungsgebiete in der Donaustadt und durch die U2-Station
‚Lina-Loos-Platz‘ erhalten die rund 8.000 zukünftigen
Donaustädterinnen und Donaustädter, die hier leben werden, gleich von
Beginn an eine sensationelle Öffi-Anbindung. Zusammen mit der
attraktiven und klimafitten Gestaltung des Umfeldes werden so die
Grundvoraussetzungen für eine hohe Lebensqualität im neuen Quartier
geschaffen“, sagt Karl Gasta, stellvertretender Bezirksvorsteher für
den 22. Bezirk.

Josef Taucher, Vorsitzender des Unterausschusses der Wiener
Stadtwerke: „Wir in Wien sorgen für eine starke und zukunftsfitte
Daseinsvorsorge. Wir schaffen leistbaren Wohnraum, Grün- und
Erholungsräume als verlängerte Wohnzimmer ins Freie und eine moderne
zeitgemäße Infrastruktur. Mit der Eröffnung der zusätzlichen Station
schließen wir das Obere Hausfeld als eines der größten
Stadtentwicklungsgebiete direkt an das U-Bahn-Netz an – noch bevor
die ersten Bewohner*innen ihre Wohnungen beziehen. Damit bieten wir
die Infrastruktur, die es in einer dynamischen Stadt braucht. So geht
Stadtplanung mit Verantwortung und Blick in die Zukunft.“

Angelika Pipal-Leixner, Mobilitätssprecherin NEOS Wien, ergänzt:
„Es ist ein großartiges Signal für dieses neue Stadtquartier, dass
die ersten Bewohnerinnen und Bewohner des Oberen Hausfelds schon
jetzt wissen: Hier ist man auch ohne eigenes Auto voll mobil. Durch
die optimale Verknüpfung der neuen U-Bahn-Station mit modernen
Fahrradgaragen schaffen wir die klimafreundliche, multimodale
Mobilitätsinfrastruktur für das neue Viertel. Die Benennung nach Lina
Loos setzt zudem ein starkes Zeichen für weibliche Sichtbarkeit im
öffentlichen Raum.“