Wien (OTS) – Das Wirtschaftsministerium hat heute die
Industriestrategie
Österreich 2035 vorgestellt. Thema ist dabei unter anderem auch der
Strompreis – günstige, heimische Energie ist die Voraussetzung für
eine funktionierende Wirtschaft. Dafür soll unter anderem eine
nationale Kraftwerksstrategie und eine Wasserkraft-Potentialanalyse
kommen, ein „strategischer Masterplan der Republik“.
Zeitgleich hat das BMWET die neue Marktprämien- und
Investitionszuschussverordnung veröffentlicht. „Mit der neuen
Verordnung sinken die anzulegenden Werte für die Kleinwasserkraft.
Ein Ausbau, selbst bei noch so vielen vorhandenen Potenzialen, ist
unter den sich ständig verschärfenden Bedingungen und den mutwillig
verursachten Unsicherheiten und permanenten Eingriffen nur schwer
vorstellbar.“, so Paul Ablinger, Geschäftsführer von Kleinwasserkraft
Österreich. „Wesentlich wäre nicht eine erneute Potenzialanalyse –
diese sind nicht nur durch unsere Erhebungen bekannt – sondern
Maßnahmen, die deren Nutzung tatsächlich ermöglichen und auslösen!“
Zwtl.: Mehr Belastungen für Betreiber*innen, teurerer Strom für die
Industrie
Nach neuen Gebühren durch das ElWG und der als Gewinnabschöpfung
verkauften Umsatzabschöpfung durch den EKB-S, sind die neuen
Verordnungen ein weiterer Rückschlag. Die finanziellen Belastungen,
die auf den Betreiber*innen lasten, müssen an die Endkund*innen, und
damit auch an die Industrie, weiter gegeben werden, neue
Investitionen werden durch die Verordnungen zurückgestellt.
„Leistbare Strompreise für Industrie, Gewerbe und Haushalte
erreicht man nicht durch zusätzliche Belastung der Erzeugung! Wichtig
wären vor allem langfristige, stabile Rahmenbedingungen – nur so sind
Investor*innen auch bereit, sich auf die Risiken einzulassen. Damit
könnte dann ein echtes Wachstumsprogramm ausgelöst werden“, so
Ablinger.
Zwtl.: Wie Energie tatsächlich billiger werden kann
Um die großen vorhandenen Potenziale zu heben und Strom damit
langfristig günstig zu machen, müssen die Rahmenbedingungen
investitionsfreundlich und beständig sein. „Nicht zu vergessen ist,
dass der Ausbau der Erneuerbaren und insbesondere der
Kleinwasserkraft selbst ein wichtiger Konjunkturmotor ist! Wir
appellieren an das Wirtschaftsministerium, dies nicht weiter zu
unterminieren, sondern die Erneuerbaren als wesentlichen Motor und
Grundlage der heimischen Wirtschaft adäquat zu unterstützen. Die
nächste Gelegenheit dafür bietet das Erneuerbaren-Ausbau-
Beschleunigungsgesetz, hier wird sich zeigen wie ernst die Strategie
tatsächlich gemeint ist!“, so Ablinger abschließend.