Salzburg (OTS) – Matthias Reichl , ein unermüdlicher Kämpfer für
Frieden,
Gerechtigkeit und Ökologie, ist am 5. Januar 2026 im Alter von 83
Jahren verstorben. Die Nachricht von seinem Tod hat viele Menschen
tief bewegt, die seine Arbeit und sein Engagement für eine bessere
Welt schätzten. An ein Unikat erinnert man sich gerne und denkt
vielleicht an ein Gespräch, einen Vortrag, eine Veranstaltung, ein
Seminar oder eine Demo mit ihm.
Gemeinsam mit seiner Frau Maria gründete Matthias vor fast 50
Jahren, Ende 1976, das Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit
in Bad Ischl. Seitdem war das Zentrum ein Leuchtturm für all jene,
die sich für gewaltfreie Konfliktlösungen und soziale Gerechtigkeit
einsetzen. Die Reichls organisierten unzählige Veranstaltungen,
Seminare und Workshops, um Menschen die Prinzipien der
Gewaltlosigkeit näherzubringen und sie zu befähigen, Konflikte
friedlich zu lösen. Sie knüpften Kontakte zu international
engagierten Leuten aus aller Welt.
Einer der Höhepunkte war 1999 die Vorbereitung und Durchführung
der Feier „ 20 Jahre Alternativer Nobelpreis “ in St. Virgil in
Salzburg. Zur Feier waren 63 Träger des Preises nach Salzburg
gekommen. Die persönliche Begegnung mit so vielen engagierten Leuten
aus aller Welt inspirierte die Reichls, ihre Arbeit auch hier
unermüdlich fortzusetzen.
Matthias war nicht nur ein Visionär, sondern auch ein Mann der
Tat. Sei es nun bei zahlreichen Demonstrationen (z. B. Zwentendorf ,
Hainburg , Wackersdorf …) oder Auftritten bei Kongressen, Tagungen
und Seminaren. Mit seinen Publikationen, sowohl im eigenen Rundbrief
als auch in einem Buch über Robert Jungk „… Damit wir nicht
untergehen …“, und mit der Radiosendung „ Begegnungswege “ im
Freien Radio Salzkammergut brachte er kritische Themen wie
Globalisierung, Menschenrechte und Umweltpolitik zur Sprache. Seine
Stimme wird uns fehlen, doch sein Erbe lebt weiter.
Seine Frau Maria und seine Tochter Martina werden die Arbeit im
Verein „Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit“ und sein
Lebenswerk fortführen, um Matthias‘ Vision einer friedlicheren Welt
zu bewahren. In dieser schweren Zeit sind sie auf Unterstützung
angewiesen, sei es durch Spenden oder tatkräftige Mithilfe.
Die Urnenbeisetzung findet am 6. Februar 2026 um 14 Uhr im
Pfandler Waldfriedhof in Bad Ischl statt (siehe Parte ). Matthias
Reichl hinterlässt eine Lücke, die schwer zu füllen sein wird, doch
sein Vermächtnis wird weiterleben in den Herzen all jener, die er
inspiriert hat.
Nähere Infos samt Fotos finden sich auf Bessere Welt Info und der
Webseite vom Begegnungszentrum . Freies Radio Salzkammergut – In
Memoriam