„Schauplatz Gericht“: Abgemahnt und ausgesperrt

Wien (OTS) – Wie schnell es geht und man ist „Abgemahnt und
ausgesperrt“ zeigt am
Donnerstag, dem 15. Jänner 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
die neue Ausgabe von „Schauplatz Gericht“ – mit Reportagen von Markus
Preslmayr und Sabine Zink, präsentiert von Peter Resetarits.

Man möchte jemandem Weihnachtsgrüße schicken oder zum Geburtstag
gratulieren, findet im Internet ein vermeintlich kostenloses Foto und
versendet es. Nicht wissend, dass man in diesem Augenblick in die
Falle getappt ist: Seit vier Jahren beschäftigen die Redaktion
Abmahnschreiben, die ein Wiener Fotograf massenhaft an Personen
verschickt, die seine Fotos verwendet und damit angeblich sein
Urheberrecht verletzt haben. Sein Angebot: Mit einer Zahlung von ein
paar Tausend Euro könne man einen teuren Gerichtsprozess verhindern.
Die Empfänger:innen der Schreiben vermuten, dass der Fotograf die
Fotos im Internet bewusst als vermeintlich kostenlos darstellt, um
die Verwender im Nachhinein zur Zahlung aufzufordern. Sind diese
Abmahnschreiben rechtsmissbräuchlich? „Schauplatz Gericht“ berichtet
über zwei Gerichtsverfahren, die klären sollen, ob der Fotograf
tatsächlich einen Anspruch aus dem Urheberrecht hat oder ob es sich
um Missbrauch handelt.

Auch der zweite Fall klingt schier unglaublich. Eine Mieterin
kommt nach der Arbeit nachhause und ihre Wohnung ist weg – geräumt
vom Gerichtsvollzieher, das Schloss ausgetauscht und es sind bereits
neue Mieter in der Wohnung! Aber: Eigentlich hätte nicht ihre,
sondern die Nebenwohnung geräumt werden sollen. Ein folgenschwerer
Irrtum? Oder der Versuch eines Hauseigentümers, eine unliebsame
Mieterin mit einem günstigen Altvertrag loszuwerden? „Schauplatz
Gericht“ begleitet diesen Fall nun schon seit einem Jahr, denn immer
noch wird vor Gericht um die Rückgabe der Wohnung gestritten. Obwohl
bereits ein rechtskräftiges Urteil im Besitzstörungsverfahren
vorliegt und der Vermieter die Wohnung längst zurückgeben haben
müsste, ist das bis jetzt nicht geschehen.