Wien (OTS) – Die aktuellen Berichte über den Immobilienkauf der
Wirtschaftskammer
Wien werfen schwerwiegende Fragen auf. Gebäude aus dem Signa-Umfeld
sollen auf Basis eines nicht unabhängigen Gutachtens zu einem
überhöhten Preis übernommen worden sein – während Signa binnen
kürzester Zeit Millionen-Gewinne realisierte.
Besonders problematisch: Laut Medien sollen Warnungen aus einer
Gebarungsprüfung ignoriert worden sein. Damit entsteht der Eindruck,
dass parteipolitische Netzwerke wichtiger waren als der sorgsame
Umgang mit Unternehmerbeiträgen.
Gerade in einer wirtschaftlich angespannten Zeit ist es
unerlässlich, dass die Kammer ihre Entscheidungen transparent
offenlegt und Verantwortung übernimmt. Die Unternehmer haben ein
Recht zu erfahren, warum dieser Deal so zustande kam und wer dafür
Verantwortung trägt.
„Unternehmer erwarten Transparenz und Verlässlichkeit. Wo diese
Prinzipien fehlen, verliert eine Interessenvertretung ihre
Legitimation. Es liegt an der Wirtschaftskammer, dieses Vertrauen
wieder herzustellen,“ so Reinhard Langthaler, Generalsekretär der
Freiheitlichen Wirtschaft abschließend.