Exilarte Jubiläum 2026

Wien (OTS) – Mit einem umfassenden Programm begeht das Exilarte
Zentrum der mdw –
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sein zweifaches
Jubiläum: 20 Jahre exil.arte Verein und zehn Jahre Exilarte Zentrum.

Gerold Gruber, Leiter des Exilarte Zentrum: „Exilarte ist das
weltweit einzige aktive Forschungszentrum und Archiv, das die
Nachlässe europäischer Komponisten und Komponistinnen sowie Musiker
und Musikerinnen, deren Schaffen im Nationalsozialismus verboten war,
sammelt, sichtet, publiziert und musikalisch präsentiert. Exilarte
erinnert auf vielfältige Weise an diese Persönlichkeiten, die, um zu
überleben, gezwungen waren, ins Exil zu flüchten oder deren Leben in
der Shoah gewaltsam beendet wurde.“

Zwtl.: Die Programmhighlights:

13. März 2026: Echo des Unerhörten: IN VISIBLE – Konzert im
Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins mit Schauspieler Cornelius
Obonya als Erzähler sowie Komponist und Geiger Yury Revich mit einer
Uraufführung einer Eigenkomposition

15. April 2026: Eröffnung der Jubiläumsausstellung, begleitet von
einem Konzert im Liszt-Saal

28. Mai 2026: Musiksalon in der Österreichischen
Nationalbibliothek, gewidmet Erich Wolfgang Korngold

9. Juni 2026: Orchesterkonzert mit Werken von Julius Bürger,
dirigiert von Vinzenz Praxmarer und interpretiert vom Orchester
Divertimento Viennese, im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses

23. September 2026: Echo des Unerhörten – Die Wiener Symphoniker
zum 20-jährigen Jubiläum von Exilarte: Festkonzert im Großen Saal des
Wiener Konzerthauses unter der Leitung von Katharina Wincor und der
Pianistin Mitra Kotte, mit Welt- und Österreichpremieren von Wilhelm
Grosz und Hans Winterberg

3. Dezember 2026: Konzert im MuTh, in Kooperation mit der Musik
und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK), dirigiert von
Andreas Stöhr mit Studierenden von MUK und mdw

13. Dezember 2026: Konzert im Goldenen Saal des Wiener
Musikvereins mit der österreichischen Erstaufführung von Richard
Fuchs’ Kantate „Vom jüdischen Schicksal“

Das gesamte Jubiläumsjahr wird von einer offiziellen
Medienpartnerschaft mit ORF Radio Ö1 begleitet, die eine breite
öffentliche Resonanz der erinnerungskulturellen und künstlerischen
Initiativen Exilartes sicherstellt. Darüber hinaus finden gemeinsam
mit lokalen Partnern weitere Konzerte in London, Prag, New York und
Los Angeles statt.

Das Jahresprogramm wurde am 13. Jänner 2026 am Exilarte Zentrum
von Rektorin Ulrike Sych und Gerold Gruber, Leiter des Exilarte
Zentrum präsentiert. Anwesende Gäste: Waltraud Dennhardt-Herzog (
Austrian Cultural Forum London, a.D.), Michael Haas (Mitbegründer des
Exilarte Zentrum), Thomas Hampson

Rektorin Ulrike Sych: „In den letzten zehn Jahren ist das
Exilarte Zentrum zu einem bedeutenden Forschungs- und
Vermittlungszentrum an der mdw geworden, das eindrucksvoll zeigt, wie
eine Universität zugleich Hüterin und Erneuerin des kulturellen
Gedächtnisses sein kann. Ich danke Gerold Gruber und seinem Team für
die herausragende Arbeit, die das Exilarte Zentrum leistet, und die
untrennbar mit der Haltung der mdw verbunden ist: Wir stehen für die
Wahrung der Würde und der Rechte aller Menschen, für demokratische
Werte, Gleichberechtigung, Diversität und transkulturelle Offenheit.
Diese Haltung ist unverhandelbar – und sie verlangt auch, dass wir
Verantwortung gegenüber der Geschichte übernehmen und künstlerische
und wissenschaftliche Stimmen jener sichtbar machen, die durch
Verfolgung, Exil und Ausgrenzung zum Schweigen gebracht werden
sollten.“

Alle Informationen sowie die Pressemappe auf Anfrage an:
Fanny Jacobson
[email protected]
+43 1 711 55 – 3533

Kurzinfo Exilarte
Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat sich der exil.arte Verein –
seit 2016 als Exilarte Zentrum an der mdw – Universität für Musik und
darstellende Kunst Wien – zu einer der weltweit führenden
Einrichtungen für die Wiederentdeckung, Bewahrung und Reintegration
jener Musik entwickelt, die durch den Nationalsozialismus verdrängt
oder zum Schweigen gebracht wurde. Was mit einem Gedenkkonzert für
Alma Rosé begann, hat sich im Verlauf von beinahe zwei Jahrzehnten zu
einem vielgestaltigen Programm aus Konzerten, Ausstellungen,
Tagungen, Publikationen und Archivaufbau entwickelt.

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu
den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik,
Theater und Film. Rund 3.000 Studierende aus 72 Ländern absolvieren
in 123 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst,
Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den
insgesamt 25 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt
Seminar sowie die Filmakademie Wien.

Die mdw ist Teil von IN.TUNE. Innovative Universities in Music &
Arts in Europe.

www.mdw.ac.at

Pressekontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
T +43 1 71155-6003
M: [email protected]